Zwei Landwirte organisieren zum zehnten Mal Hilfsaktion

Neue Transporte aus der Nordspitze: Lastzüge bringen Hilfe zum Überleben

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Ärmliche Verhältnisse: Diese kleinen Kinder leben in einer kaum beheizten Hütte ganz im Osten Rumäniens. Ottmar Rudert und Günter Rüddenklau haben das Bild mitgebracht.

Westuffeln/Ostheim. Zum zehnten Mal startet Anfang November ein Hilfstransport aus dem Altkreis Hofgeismar in Richtung Osteuropa. Die Landwirte Günter Rüddenklau (Westuffeln) und Ottmar Rudert (Ostheim) organisieren diese Hilfe, die für manche Empfänger lebenswichtig sein kann.

Am 6. November werden die Spenden nach Schytomyr auf den Weg in die Ukraine gebracht.

Mit einem Lastzug nach Moldawien fing die Aktion 2008 an. Inzwischen können je Transport bis zu vier Lkw gefüllt werden. Für diese Spenden sind die Organisatoren dankbar. Denn ohne die Unterstützung der Menschen in der Region wäre diese Hilfe nicht möglich, heben Rüddenklau und Rudert hervor. Etwa 20 Lkw-Ladungen haben sie seit 2008 losgeschickt.

Günter Rüddenklau

„In der Ukraine, Moldawien und Rumänien fehle es an vielen einfachen Dingen, zum Beispiel an Schuhen“ – das ist die Erfahrung, die Rudert und Rüddenklau seit dem ersten Transport immer wieder machen. Deswegen seien sie froh, mit den Hilfsgütern den Alltag der Empfänger ein wenig leichter machen zu können, berichten sie.

Beide begleiten den Transport bei der Ausgabe der Waren. „So stellen wir sicher, dass die Spenden bei den Menschen ankommen, die sie wirklich brauchen“, sagt Ottmar Rudert.

Stehen nach der Verteilung in Schytomyr noch Hilfsgüter zur Verfügung, sollen die Lastwagen weiter nach Balan im Nordosten Rumäniens fahren. Auch aus der ehemaligen Bergbaustadt hat Rüddenklau und Rudert ein Hilferuf erreicht.

Unterstützung erhalten die beiden Männer von einer Kirchengemeinde in Bad Hersfeld. Zu der Gemeinde gehören Menschen mit Wurzeln in der Ukraine, die die Not in ihrer Heimat kennen. Sie helfen bei der Auswahl der Zielorte und bei der Beschaffung der notwendigen Papiere. Und sie kümmern sich auch um die Lastwagen.

Das wird gebraucht

Angenommen werden unter anderem Sommer- und Winterbekleidung, Schuhe aller Art, Bettwäsche, Rollatoren, Roll- und WC-Stühle, Fahrräder, Spielsachen, Werkzeug, Haushaltsgeräte wie Töpfe und Pfannen. Wichtig ist, dass Kleidung und Schuhe noch getragen werden können. Geldspenden helfen, den Transport zu finanzieren.

Hilfsgüter können bei Günter Rüddenklau, Kasseler Straße 35b in Calden-Westuffeln, oder bei Ottmar Rudert im Liebenauer Stadtteil Ostheim, Lamerder Straße 37 (Aussiedlerhof), abgegeben werden. Wichtig ist eine feste Verpackung, zum Beispiel Bananenkisten oder stabile Plastiksäcke. Gelbe Säcke sind nicht geeignet. Spenden werden bis Samstag, 4. November, angenommen.

Netzwerk aus Spendern

Ottmar Rudert

Die private Hilfsaktion wird inzwischen von einem Netzewerk von Spendern unterstützt. Neben vielen Privatpersonen beteiligen sich Unternehmen aus der Region. Zu den Unterstützern gehören: Stadt Liebenau, Kirchenkreisamt Hofgeismar, Autoprofi, Spedition Iba; Hanf und Erdmann, Baustoff Walter, Olaf Löber, Fleischerei Hack, Lions Club (alle Hofgeismar), Bauunternehmen Wiegard (Ostheim) und Häsing (Gottsbüren), Lange Bedachungen (Körbecke), Elektro Kampe, ASR Schäfer (beide Westuffeln), Schuhhaus Sprecher (Liebenau), Raiffeisenbank Hessen Nord, Rechtsanwalt Fülling (Hofgeismar) sowie Autohaus Müller (Ostheim).

Spenden für die Finanzierung des Transports können auf das Konto des Kirchenkreisamtes Hofgeismar-Wolfhagen bei der Evangelischen Bank (EB) eingezahlt werden. Verwendungszweck: Moldawien-Hilfe. IBAN: DE13 5206 0410 0002 0001 05. 

Das Kirchenkreisamt stellt auch Spendenquittungen aus.

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