Einschränkungen zum Start der ABC-Schützen

Vorfreude trotz Corona: Lotte Sprecher aus Liebenau wird eingeschult

Schülerin Lotte Sprecher (rechts) mit ihrer Schwester Ida und Schulranzen im Kinderzimmer.
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Vorbereitungen: Lotte Sprecher (rechts) wird in Liebenau eingeschult. Ihre ältere Schwester Ida hilft dabei, den Ranzen zu packen.

Anders wird sie sein, die Einschulung der vielen Mädchen und Jungen aus dem Kreisteil Hofgeismar, die im Coronajahr ins Schulleben starten. Darunter ist auch Lotte Sprecher.

Sie wird in ihrem neuen Kleid, mit Schultüte und Schulranzen am Dienstag erstmals die Schulbank der Liebenauer Grundschule drücken.

Während die Siebenjährige voller Vorfreude dem neuen Lebensabschnitt entgegenfiebert, hätte sich ihre Mutter Katrin Sprecher für ihre Tochter den Schulstart gerne normaler gewünscht: „Dieses Mal ist vieles anders, und das ist schon etwas schade“, sagt die Liebenauerin, möchte damit aber nicht die Vorkehrungen in Frage stellen.

Beginnt die Einschulung der kleinen Grundschule normalerweise mit einem Gottesdienst, so fällt dieser feierliche Teil coronabedingt aus. Danach ging es stets in die Turnhalle, wo ein lockeres Programm stattfand. Das soll es auch geben, allerdings in abgespeckter Form. Dass Lotte dabei nur von drei Angehörigen begleitet werden darf, findet ihre Familie auch etwas bedauerlich. „Viele Kinder werden normalerweise von Großeltern und Paten begleitet, von denen die meisten nun nicht mit können.“

Natürlich werden die Abc-Schützin und ihre Begleiter jeweils eine Maske dabei haben, und es wird auch eine spezielle Sitzordnung mit den nötigen Abstandsregeln geben. „Normalerweise kommen da 500 Menschen zusammen, dieses Mal sind es 60, denn die beiden Klassen mit jeweils 14 Kindern werden zeitlich getrennt eingeschult“, berichtet die Mutter.

Erinnerungsfotos werden die Eltern selbst schießen, hat sich der Fotograf doch erst für Ende der Woche angekündigt. Danach geht es in die Klasse, wo Lotte erstmals ihre Lehrerin kennenlernen darf, deren Namen sie aber schon weiß. Auch neben wem sie sitzen möchte, hat sie sich schon gut überlegt: „Neben meinem Freund Henry“, das wäre ihr Wunsch.

Im Vorfeld war für die jetzigen Erstklässler ebenfalls einiges anders: So hatte es an der Diemeltalschule bisher immer einen Schnuppertag gegeben und auch ein Kennenlerntag der Schulpaten, aber beides fiel aus. „Allerdings hat jedes Kind einen Brief von seinem Paten bekommen – in unserem Fall von ihrer älteren Schwester Ida“, sagt Katrin Sprecher und schmunzelt. Natürlich gab es auch im Kindergarten keine Abschiedsfeier und für die Eltern kein gemeinschaftliches Zuckertütenbasteln. Doch auch, wenn dieser besondere Tag unter außergewöhnlichen Bedingungen stattfindet, so will Familie Sprecher das Beste draus machen. Und sowieso: „Die Kinder nehmen die Änderungen gar nicht so wahr, es sind eher wir Erwachsenen, die es etwas traurig finden.“

Tatsächlich scheint auch Lotte eher neugierig zu sein, was wohl in der Schultüte sein wird, wie die Lehrerin ist oder was sie wohl als Erstes lernen werden. Auf jeden Fall wird Familie Sprecher mit Großeltern und Paten zuhause Lottes Einschulung feiern. (Tanja Temme)

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