Fertigstellung der Caldener Ortsumgehung im Blick

Niedermeiser soll für Lkw gesperrt werden

Der Weg durch Niedermeiser in Richtung Warburg ist nicht nur zehn bis 20 Kilometer kürzer als über Burguffeln oder Schäferberg, sondern auch als Autobahnzubringer ausgeschildert. Das soll sich eventuell ändern.
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Der Weg durch Niedermeiser in Richtung Warburg ist nicht nur zehn bis 20 Kilometer kürzer als über Burguffeln oder Schäferberg, sondern auch als Autobahnzubringer ausgeschildert. Das soll sich eventuell ändern.

Mit der Ortsumgehung Calden im Jahr 2022 sehen die Stadtverordneten aus Liebenau realistische Chancen, den Ortsteil Niedermeiser vom Schwerlastverkehr zu entlasten.

Liebenau - Wichtig ist allen Fraktionen dabei, dass es keine Verlagerung in andere Stadtteile gibt. Dem Haupt- und Finanzausschuss, der wegen Corona zum Ersatz für das Parlament umgewidmet wurde, lagen zu diesem Thema anfangs drei Anträge von SPD, FWG und CDU vor. Bürgermeister Harald Munser appellierte jedoch, sich auf das weitestgehende Papier zur Abstimmung zu einigen.

Inhaltlich, so die Ansage, hätten SPD, FWG und CDU nämlich die gleiche Zielrichtung: Niedermeiser solle für den Schwerlastverkehr über 7,5 Tonnen gesperrt werden. Gleichzeitig müsse Vorsorge getroffen werden, die Lkw nicht in andere Ortsteile zu lenken. Zurück geht dieser Vorstoß auf einen einstimmig gefassten Beschluss des Ortsbeirates Niedermeiser, der bereits im September 2019 zur Diskussion stand.

Auch in der Sitzung des Corona-Ausschusses gab es keine Gegenstimmen, und zu einer Diskussion kam es gleichfalls nicht. So wird sich der Magistrat mit dem Amt für Straßen- und Verkehrswesen ins Benehmen setzen, um zu erreichen, dass der Autobahnzubringer Kassel/ Dortmund (A 44) nicht mehr durch Niedermeiser führt, und die Ortsdurchfahrt für Lkw über 7,5 Tonnen gesperrt wird.

I-Pads für Parlament

Die Liebenauer Stadtverordneten sollen sich zukünftig bei ihrer Arbeit nicht mehr durch Berge von Papier wühlen müssen. Bürgermeister Harald Munser stellte die Vorteile heraus, die mit der Anschaffung von I-Pads (Tablet-PC) einhergingen. Das hätten auch schon zahlreiche andere Gemeinden und Städte im Landkreis erkannt und ihre Gremien entsprechend ausgerüstet, unterstrich er. Christian Fülling (SPD) wollte wissen, welche Kosten auf die Stadt zukämen. Bei seiner Antwort bezog sich Munser auf Erfahrungen in Breunas.

Demnach dürfte die Anschaffung von 23 I-Pads für Magistrat und Stadtverordnete bei rund 8000 Euro liegen. Der Beschluss fiel einstimmig aus, sodass für die nächste Legislaturperiode I-Pads gekauft werden sollen.

Keine Luftreiniger

Negativ fiel ein Bericht aus, der auf einen Vorstoß der CDU zurückging. Der Magistrat sollte prüfen, was es kosten würde, die Gruppenräume der städtischen Kindertagesstätten mit Luftreinigern auszustatten. Der Rathauschef bediente sich dabei einer Stellungnahme des Landkreises Kassel. Von dort sei vom Einsatz solcher Anlagen abgeraten worden. Mit dem Aufstellen der Luftreiniger allein sei es nicht getan, zitierte Munser aus der Antwort. Wartung und fachgerechte Bedienung müssten gleichfalls gewährleistet sein. Eine Finanzierung der Anlagen über Förderkreise oder durch Spenden sei mithin auch kritisch zu sehen. Die reinen Gerätekosten pro Raum bezifferte Munser auf etwa 15 000 Euro. Der Magistrat empfehle, sich an der Vorgehensweise des Landkreises zu orientieren. (Peter Kilian)

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