Den Dorfplatz gibt´s dazu

Saniertes Dorfgemeinschaftshaus in Zwergen vorgestellt

Das sanierte Dorfgemeinschaftshaus im Liebenauer Stadtteil Zwergen. Davor stehen von links Regionalmanager Carsten Petry, Bürgermeister Harald Munser und Peter Nissen (Servicezentrum Regionalentwicklung).
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Vor dem neuen Dorfgemeinschaftshaus: von links Regionalmanager Carsten Petry, Bürgermeister Harald Munser und Peter Nissen (Servicezentrum Regionalentwicklung). Sie stehen am Ausgang der Küche mit Blick auf den neuen Dorfplatz.

Vor fast genau fünf Jahren entstand die Idee, jetzt ist das Projekt so gut wie fertig: Der Liebenauer Stadtteil Zwergen hat ein neues Dorfgemeinschaftshaus.

Zwergen - Die denkmalgeschützte alte Schule ist zu einem schmucken Versammlungsort geworden. Direkt gegenüber der Kirche entstand der Treffpunkt, der durch den neuen Dorfplatz ergänzt wird.

Großer Versammlungsraum

Ein großer heller Versammlungssaal, eine moderne Küche, Nebenräume und eine kleine Bühne stehen in dem sanierten Haus zur Verfügung (Planung Michaela Weinert). Die Jugendräume sind darin untergebracht. Und auch die Kirche will Räume nutzen. Wie bei Sanierungen nicht ungewöhnlich, gab es Überraschungen. Bürgermeister Harald Munser erinnerte daran, dass die Bauarbeiter beim Abriss des Anbaus feststellten, dass die Giebelwand keine Gründung hatte.

Das führte zu höheren Kosten, aber auch zu höherer Förderung (Hintergrund). Die Stadt muss 165 000 Euro aufbringen. Darin enthalten ist der Dorfplatz, den die ursprüngliche Planung gar nicht vorsah, erklärte Munser. Land und Regionalmanagement unterstützten den Bau mit Zuschüssen.

Abriss schaffte Raum für neuen Dorfplatz

Wie berichtet, konnte die Stadt das Nachbarhaus übernehmen, das eher einer Bauruine glich. Das Haus war als sogenannte Fiskalerbschaft an das Land Hessen gefallen. Vom Land hatte die Stadt das Haus übernommen. Durch dessen Abriss entstand die Fläche für den neuen Dorfplatz. So konnte das alte neue DGH um den ansprechenden Platz ergänzt werden.

Regina Kappauf übernimmt die Betreuung des Hauses. Bei ihr können Veranstaltungen gebucht werden.

Der Bürgermeister dankte Regina Kappauf, die die Verwaltung des Hauses übernommen hat, zumindest solange es in Zwergen keinen Ortsbeirat gibt. Wenn das nach der Corona-Krise wieder möglich ist, können unter Tel. 05676/597 Buchungen abgesprochen werden. Für den Sommer 2021 kündigte der Bürgermeister die Nachfeier der Einweihung an. Jetzt wurde das Haus nur im kleinen Kreis vorgestellt.

Versammlungsraum wurde gebraucht

Dörfer verändern sich, sagte Peter Nissen, Leiter des Servicezentrums Regionalentwicklung beim Kreis, mit Blick darauf, dass zwei Gaststätten im Ort geschlossen wurden. Darauf müsse man reagieren. Das DGH sei ein gutes Beispiel, wie ein denkmalgeschütztes Haus erhalten und genutzt werde. Nissen wies darauf hin, dass ein Neubau nicht gefördert worden wäre. Im Streit um die Sanierung war der Ortsbeirat zurückgetreten. Nissen und Munser sehen das DGH als Basis für einen Neuanfang. (Bernd Schünemann)

Gesamtprojekt kostete 480 000 Euro

Die Sanierung des Schulgebäudes war mit 310 000 Euro veranschlagt. Hinzu kamen der Abriss des Nachbargebäudes, die Anlage des Dorfplatzes und die Erneuerung der Straße mit 170 000 Euro. Dazu flossen 315 000 Euro Fördergeld. Die Stadt muss 165 000 Euro aufbringen. Ursprünglich waren etwa 120 000 Euro geplant – ohne den Dorfplatz. ( ber)

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