Strengere Vorgaben für den Einsatz von Saisonarbeitskräften

Spargelernte im Kreisteil Hofgeismar startet bald

Isabell, Dirk und Bruno Fülling (von links) schauen auf ihrem Feld nach Spargel.
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Müssen sich noch etwas gedulden: Isabell, Dirk und Bruno Fülling (von links) schauen auf ihrem Feld schon mal nach dem Spargel. Sie rechnen mit einer Ernte ab dem 20. April.

Im vergangenen Jahr konnte der Spargel schon an den Osterfeiertagen gegessen werden. In diesem Jahr verzögert sich allerdings die Ernte im Kreisteil Hofgeismar.

Kreisteil Hofgeismar - Und damit auch der Verkauf. Der Grund: das Wetter. Die Felder vom Spargel- und Erdbeerhof Fülling in Liebenau-Zwergen sind vorbereitet. Doch wann mit dem Spargelstechen begonnen werden kann, da vermag sich Bruno Fülling nicht so richtig festzulegen. Er rechnet vorsichtig mit dem 20. April als Startdatum. „Laut Wetterbericht soll sich in den kommenden 14 Tagen nicht viel ändern. Der momentane Bodenfrost ist für das Gemüse auch nicht gut“, berichtet er.

Die Bodentemperatur müsse bei über acht Grad liegen, damit der Spargel wachsen könne. Inwiefern sich der Winter auf die Qualität und die Quantität des Spargels auswirkt – auch darüber kann und will Fülling nicht spekulieren. Was er allerdings schon sagen kann: „Die Preise für den Spargel werden in diesem Jahr leicht steigen.“ Das liege unter anderem an dem erhöhten Mindestlohn für die Saisonarbeiter, der ab dem 1. Juni noch einmal steigen werde.

Manuel Klemme

Optimistischer sieht das Ganze Manuel Klemme von der Obstplantage in Grebenstein-Schachten. Er geht davon aus, dass im Laufe dieser Woche mit der Spargelernte begonnen werden kann. „Es kommt uns in diesem Jahr vielleicht später vor. Das ist es allerdings nicht. Wir waren die vergangenen Jahre einfach nur sehr früh dran“, erklärt er.

Froh sind Klemme und Fülling, was die Erntehelfer aus dem Ausland angeht. Diese dürfen trotz der Corona-Pandemie einreisen und auf den Feldern arbeiten. Dafür müssen allerdings sowohl Arbeitgeber als auch Arbeitnehmer einige Vorgaben beachten. Dazu gehört beispielsweise, dass ein negativer Corona-Test der Saisonarbeiter bei ihrer Einreise nach Deutschland vorliegt, der nicht älter als 48 Stunden sein darf. Auch bei den Unterkünften mussten Fülling und Klemme in diesem Jahr noch einmal nachjustieren. Die Saisonarbeitskräfte müssen in Gruppen strikt getrennt werden. (Nela Müller)

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