Tierarzt entfernte Projektil

Unbekannte schossen Kater in Zwergen mit Luftgewehr an

Gruppenbild mit Kater: Sarah-Lena Klöttgen mit Sohn Samuel (zwei Jahre) und ihrem Kater Mika. Fotos: Stehr

Zwergen. Der Schreck war groß, als Sarah-Lena Klöttgen erfuhr, dass ihr Kater Mika eine Schussverletzung erlitten hat. Tatwaffe ist wohl ein Luftgewehr mit spitzen Projektilen.

Unbekannte hatten damit auf das Tier geschossen und es am rechten Hinterbein getroffen.

„Am vergangenen Sonntag kam Mika vollkommen verdreckt und verstört nach Hause“, erzählt die Besitzerin, die mit Ehemann Alexander, den beiden Söhnen Samuel (zwei Jahre) und Mathis (zehn Monate) sowie Katze Emma und Kater Mika im Liebenauer Ortsteil Zwergen lebt.

Nachdem der Kater Zuhause gewesen sei, sei ihr aufgefallen, dass Mika an einer Vorderpfote lahmte. Daraufhin brachte sie ihr Tier noch an dem Abend zum Tierarzt nach Warburg. Dieser stellte fest, dass die Vorderpfote gesund war, Mika jedoch ein Projektil eines Luftgewehrs im Hinterbein hatte - und das wohl schon seit längerer Zeit.

„Ich kann nur vermuten, wann das passiert ist“, sagt Sarah-Lena Klöttgen. „Im November gab es einen Abend, an dem wir Mika lange gesucht, aber nicht gefunden haben.“

Normalerweise entferne das Tier sich nicht weit von ihrem Haus in Zwergen, käme, wenn Mitglieder der Familie es rufen. Doch an diesem Abend kam Mika nicht, als die Besitzer riefen. Erst deutlich später sei er er „verstört“, wieder aufgetaucht. „Mir ist in den vergangenen Wochen bereits aufgefallen, dass er komisch läuft, aber man denkt ja nicht an sowas“, sagt die Besitzerin.

Verletzung heilt langsam: das rechte Hinterbein von Kater Mika.

Mika sei bei allen Nachbarn der Klöttgens als zutraulich bekannt und beliebt. „Die Nachbarn freuen sich, wenn er ihnen die Maulwürfe verjagt“, erzählt Sarah-Lena Klöttgen und Mika weicht ihr und den beiden Söhnen Samuel und Mathis währenddessen nicht von der Seite. „Seitdem ist er ein anderer Kater geworden. Anhänglich bei uns, jedoch schreckhaft gegenüber anderen“, beschreibt die zweifache Mutter.

Dass der Tierarzt die Verletzung überhaupt entdeckte, lag daran, dass Mika Tierärzte nicht mag: So musste er zur Untersuchung eine Narkose bekommen und wurde dann am ganzen Körper untersucht. Dadurch entdeckte der Arzt die Verletzung und operierte das Projektil heraus. Ein ungewöhnliches Projektil, wie die Familie berichtet - während normale Luftgewehr-Projektile flach seien, habe dieses eine Spitze. Familie Klöttgen hat inzwischen bei der Polizei Anzeige erstattet.

Mika geht es körperlich wieder recht gut. Eigentlich sollte der Kater noch länger im Haus bleiben, doch gestern war er nicht mehr zu bremsen, wollte wieder in die Natur. Dennoch bekommt er weiter ein Antibiotikum, damit die Operationswunde problemlos verheilt. „Nähen wollte der Arzt nicht“, erzählt Klöttgen, „denn dann hätte Mika zum Fädenziehen ja erneut eine Narkose benötigt.“ Nun hofft die Familie, dass der oder die Täter vielleicht gefunden werden und keiner Katze mehr etwas passiert. (cst)

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