Viel los trotz schlechtem Wetter

Kartoffelfest in Lamerden: Zentnerweise Genuss

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Stärkung mit leckeren Puffern: Rosemarie Präscher versorgte die Hümmer Linedancer mit Kartoffelpuffern. Seit vielen Jahren tritt die Formation beim Kartoffelfest in Lamerden auf.

Selbst schlechtes Wetter scheint für viele kein Grund zu sein, dem Lamerder Kartoffelfest fern zu bleiben. Und so lockte das Fest rund um die Knolle am vergangenen Sonntag wieder mehr als 1000 Gäste ins Diemeldörfchen.

Karin Ulbricht und ihr Team vom Heimatverein hatten bei der beliebten Veranstaltung wieder auf Bewährtes gesetzt. So gab es auch bei der 20. Auflage Kartoffelpuffer, Pennije aus dem Bruggepott oder Runzelkartoffeln im Stil der Kanaren. Zu den Anfangszeiten hätten sie die Kartoffeln sogar noch selbst gepflanzt und geerntet. Doch inzwischen sei allein die Verarbeitung der Erdäpfel eine fordernde Aufgabe, berichtete die Hauptorganisatorin. Vor dem Fest seien die Helfer eine Woche lang mit dem Aufbau und den Vorbereitungen beschäftigt. Ohne die 80 Helfer ginge da nichts, sagt die Festchefin.

Von denen Helfern standen einige stundenlang an der heißen Pfanne, um Puffer zu garen. Andere hielten die Stellung am alten Herd, wo Eiserkuchen gebacken wurden und wieder andere verkauften Kuchen vom üppigen Büffet. Mehr als 80 leckere Backwaren standen dort zur Auswahl.

Sieben Zentner alleine für Kartoffelpuffer

Da allein sieben Zentner Kartoffeln für die Puffer gerieben werden mussten, ließ man die erstmals in der Fleischerei Manzow in Eberschütz per Maschine reiben. „Und da das Ausdrücken auch sehr mühsam ist, haben wir dafür eine alte Wäscheschleuder genommen“, hieß es. Allein das Schälen der Menge sei schon eine Herausforderung.

Obwohl es diesmal nicht so viele Stände wie sonst gab, da einige wegen des Wetters kurzfristig absagten, zeigten sich die Besucher doch wieder überaus zufrieden mit dem Angebot: „Mir kommt das bald vor wie auf dem Hofgeismarer Viehmarkt“, schwärmte eine Besucherin.

Linedancer und Alleinunterhalter sorgten für Stimmung

Daneben sorgten die Linedancer aus Hümme, die Lamerder Lustsänger und Alleinunterhalter Jürgen Rudolph für eine gute Stimmung auf dem Gelände rund um Haus Reining. Wie schon in den Vorjahren war auch das Drehorgelpaar Guntermann wieder mit von der Partie. Sie spielten Ohrwümer aus alten Zeiten und brachten so nostalgisches Flair ans Heimatmuseum. Da es bisher oft Probleme beim Parken gab, haben die Veranstalter erstmals eine Wiese zum Abstellen der Pkw ausgewiesen. Das traf auf Zuspruch.

Übrigens wird es im Oktober wieder ein Zwetschgenfest geben, wo es leckeres selbstgemachtes Mus zu erwerben gibt.

Sämtliche Einnahmen des Kartoffelfestes werden zur Instandhaltung des Museumshauses genutzt. Außerdem kümmert sich der Verein um den Erhalt der Bänke im Ort und bestückt die Brücke im Ortskern mit schöner Blumendekoration.

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