Das beschäftigt Liebenau in diesem Jahr

Zwergen: Förderverein soll Bad sichern

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Förderverein soll Zukunft sichern: Das Freibad in Zwergen.

Liebenau. Friedhofsgebühren, Wasser- und Kanalkosten, Grundsteuer – in Liebenau wird vieles teurer. Das hat das Parlament beschlossen. Denn die Stadt hat mit einem strukturellen Defizit von 700 000 Euro – die Einnahmen des laufenden Betriebs decken nicht die Ausgaben – zu kämpfen. Auch 2017 bleiben die Finanzsorgen ein großes Thema.

Stadt muss sparen

Das Thema „Sparen“ werde Liebenau weiter beschäftigen, sagt Bürgermeister Harald Munser. Man habe die Aufgabe, den Haushalt weiter zu stabilisieren. Zwar hat die Gemeinde bereits Anstrengungen unternommen, das Problem in den Griff zu kriegen, aber „ man kann Geld nur einmal nicht ausgeben“, sagt Munser. Das bedeutet: Die bisherigen Schritte reichen nicht, Liebenau muss auf anderen Gebieten Sparmöglichkeiten suchen.

Dafür werde es im Jahr 2017 wieder Arbeitstreffen geben, in denen alle Fraktionen gleichwertig vertreten seien. „Wenn sie denn mitmachen wollen“, erklärt Munser. Hoffnungen hatte die Gemeinde auch in die Interkommunale Zusammenarbeit gesetzt (IKZ). Doch die sei „schwieriger als gedacht“. Es gibt zwar Gespräche, schnelle Fortschritte sind bisher nicht abzusehen.

Zukunft des Freibades

Ein weiteres Thema wird die Zukunft des Freibads in Zwergen sein: „Da wollen wir versuchen, einen Förderverein zu gründen, der das Bad substanziell unterstützt.“ Über die Zukunft des Bades gebe es politisch unterschiedliche Auffassungen. Doch ein Förderverein könne dafür sorgen, dass das Bad „nachhaltig vor der Schließung gerettet wird“.

Kanalsanierung

Die Altstadt Liebenaus ist im Dorfentwicklungsprogramm bis 2022. Gleichzeitig gibt es dort einen erheblichen Sanierungsbedarf im Kanalbau. Deshalb werden 2017 die Ortsdurchfahrt und die Hintere Straße inklusive Kanal erneuert. Motivation sei nicht, „es hübsch zu machen“, sondern die Wasserver- und entsorgung zu sichern. Denn die Stadt ist rechtlich verpflichtet, den Kanal herzurichten. Dabei saniere man die Straße mit Mitteln aus der Dorfentwicklung.

Im Zuge der Altstadtsanierung sei man auch kurz davor, die Altstadt komplett mit Breitbandinternet zu versorgen: Glasfaserkabel sollen von der Verteilerstation direkt bis in die Häuser. Diese Methode (FTTH) soll hohe Datenübertragung mit bis zu 50 Mbit pro Sekunde bringen. „Das wird einmalig, dass in der Altstadt Breitband-Glasfaser bis in die Häuser geht“, sagt Munser.

Neues Angebot

Neu an den Start geht ab Januar eine Beratung in sozialen Fragen. „Wir haben eine Bürgerin, die die ehrenamtliche Beratung übernehmen möchte“, sagt Munser.

Termine

Wichtige Termine sind unter anderem der Karneval in Lamerden (4. Februar), der Auftritt des Duos „Cordhose mit Schlag“ in der Kulturscheune (11. März), der Diemelradwegtag (14. Mai) und das Stadtfeuerwehrfest in Niedermeiser (20./21. Mai). 

Weitere Informationen gibt es unter www.stadt-liebenau.de.

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