Architekt wurde beauftragt

Zwergener Dorfgemeinschaftshaus soll saniert werden

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Das alte Dorfgemeinschaftshaus: Geht es nach Bürgermeister Harald Munser, soll hier saniert und vielleicht sogar erweitert werden.

Zwergen. Dorfgemeinschaftshäuser sind vielerorts wichtige Einrichtungen für das soziale Leben. So auch in Liebenau-Zwergen. Allerdings besteht dringender Verbesserungsbedarf.

Das Gemeinschaftshaus an der Straße „Unter der Linde“ ist in die Jahre gekommen, manche behaupten gar es sei zu klein.

Das hat auch eine von der Stadt veranlasste Nutzungs- und Potenzialanalyse ergeben. Nun soll also etwas passieren, am DGH in Zwergen. Liebenaus Bürgermeister Harald Munser sagte in der jüngsten Stadtverordnetensitzung, dass nun ein Architekt mit Vorplanungen beauftragt wurde. Am 24. Mai soll dann der Entwurf diskutiert werden, die zukünftige Nutzung skizziert und über ein Betreiberkonzept gesprochen werden. Stattfinden soll diese Veranstaltung im DGH selbst.

Schon 250.000 Euro im Haushalt eingeplant

Im Finanzhaushalt für 2017 sind bereits 250.000 Euro für die Sanierung des DGHs festgesetzt. Dazu kommt noch Geld aus dem Dorfentwicklungsprogramm (DEP).

Einwohner des Ortes sagten gegenüber der HNA, dass ein Anbau am Feuerwehrgerätehaus von den Dorfbewohnern bevorzugt werde. Das Gerätehaus ist keine 200 Meter vom DGH entfernt, die angrenzende Wiese böte außerdem ausreichend Baugrund.

Um die Ecke: Das Feuerwehrgerätehaus in Zwergen ist keine 200 Meter vom DGH entfernt. Die Einwohner des Dorfes bevorzugen wohl hier einen Anbau.

Am geforderten Anbau gibt es allerdings einen Haken: Bau- oder Sanierungsarbeiten am Gerätehaus würden nicht vom Dorfentwicklungsprogramm gefördert, sagt der Bürgermeister. „An sich ist das eine prima Idee, allerdings ist sie nicht finanzierbar“, sagt er. Ein Vorentwurf habe ergeben, dass ein Anbau mehr als 350.000 Euro kosten würde. „Barrierefreiheit und Brandschutz machen den Anbau so teuer“, erklärt Munser.

Nicht alle Projekte können gefördert werden

Für die DEP-Förderung gebe es klare Regeln, unter anderem eine Grenze wo gefördert wird und wo nicht. Diese wurden von der Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen festgelegt, aus ihren Töpfen kommt das Geld fürs DEP. Damit solle ein Ausbluten der alten Stadtzentren verhindert werden, sagt Munser. Das Feuerwehrgerätehaus liegt rund 50 Meter außerhalb der Grenze.

Harald Munser

„Daran können wir nicht rütteln, das Thema ist durch“, sagt Munser. Außerdem gebe es ein weiteres Problem, sagt der Rathaus-Chef: „Was soll dann mit dem alten, denkmalgeschützten DGH passieren? Ich sehe keine Erfolgsaussichten für einen Verkauf.“ Deswegen wolle der Bürgermeister nun „nach vorne schauen“ und eine realistische und brauchbare Lösung für die Zwergener Dorfgemeinschaft finden, sagt Munser.

Ortsvorsteher unterstützt die Sanierungs-Pläne

„Ein Anbau ans Feuerwehrgerätehaus wäre klasse, ist aber nicht machbar“, sagt der Zwergener Ortsvorsteher, Günter Jordan-Kleinschmidt. „Das alte DGH steht ja weiterhin da und wird dann nicht genutzt“, teilt er außerdem die Bedenken des Bürgermeisters Munser. 

Der Ortsbeirat Zwergen habe dem Bürgermeister bereits lose Entwürfe und Wünsche für die DGH-Sanierung mitgeteilt. Darunter ist ein Anbau auf der Rückseite des Gebäudes, so soll die Kapazität auf 100 Plätze verdoppelt werden. Auch die Küche und Toiletten sollen, wie das gesamte Haus, barrierefrei gestaltet werden.

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