Mehr als 1000 Gäste kamen zum Zwetschenfest nach Lamerdem

Lamerden. Mit Zwetschen ist das so eine Sache. Es gibt Jahre, wo sie gut gedeihen und solche, wo die Ernte praktisch flach fällt. Deshalb entscheidet der Lamerder Heimat- und Geschichtsverein erst im Hochsommer, ob das beliebte Zwetschenfest gefeiert werden kann.

Da diesen Herbst die Bäume im Diemeltal violett leuchteten, wurde grünes Licht gegeben: Am Sonntag war es dann soweit: Mehr als Tausend Gäste zog es zum Haus Reining nach Lamerden, wo drinnen und draußen allerlei Köstlichkeiten aus der Frucht geboten wurde.

„200 Kilogramm haben wir für unser Fest geerntet“, erklärte Karin Ulbricht, Vorsitzende des Heimatvereins. Da sie dieses Jahr sehr früh reif gewesen seien, hätten sie das Obst schon vor drei Wochen pflücken müssen. Eingefroren wurde es dann aufbewahrt. Um beim Fest selbstgemachtes Mus anbieten zu können, wurde schon einige Tage zuvor erstmals der Bruggepott (alter Waschkessel) angefeuert. „Da haben wir aber nur eine kleine Menge von 60 Gläsern gekocht.“ Dabei zu sein, wie aus den Früchtchen Mus entsteht, gehört zu den Besonderheiten der Veranstaltung. „Das Mus muss zwischen acht bis zehn Stunden im Kupferkessel kochen und kontinuierlich gerührt werden“, erläuterte Inge Kuhlebert den Besuchern. Man müsse gut aufpassen vor den heißen Spritzern und sollte nicht hitzeempfindlich sein. Das Mus gibt es noch im Dorflädchen neben Haus Reining zu kaufen.

Mehr als 1000 Gäste kamen zum Zwetschenfest nach Lamerdem

Natürlich gab es noch mehr aus den Früchten: Meterweise Kuchen, Zwetschenknödel und Wein gehörten zum Angebot. Wer Herzhaftes bevorzugte, kam bei Kürbissuppe, Reibekuchen und Würstchen auf seine Kosten.

50 fleißige Hände waren sowohl im Vorfeld als auch beim Fest im Einsatz, damit alles reibungslos ablief.

Von Tanja Temme

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