Hagenmühle: Zahnarztpraxis öffnet im Juli 2017 – Hofladen wird größer

Million für die Zukunft

Hagenmühle: In dem langgezogenen Scheunengebäude sollen ein Hofladen, ein Schulungsraum und eine Zahnarztpraxis entstehen. Foto: Thiele

Grebenstein. Für knapp eine Million Euro wird das Nebengebäude der Hagenmühle in Grebenstein umgebaut. Im Scheunengebäude sollen auf 600 Quadratmeter ein Hofladen, ein Schulungsraum und eine Zahnarztpraxis geschaffen werden. Und es werden Vorbereitungen getroffen, um einen 600 Jahre alten Gewölbekeller als Weinkeller nutzen zu können, sagt Eigentümer Christoph Hold.

Als er sich überlegte, wie das alte Scheunengebäude künftig genutzt werden könnte, wurde diese Idee geboren. Der jetzige Hofladen ist zu klein, Schulungsräume werden benötigt, weil immer wieder Besuchergruppen kommen, um die einzige Wassermühle im Kreis, in der noch gemahlen wird, zu besichtigen. Damit es sich auch wirtschaftlich rechnet, entsteht im Obergeschoss eine Zahnarztpraxis mit gut 300 Quadratmetern. Mit Alexander und Ulrike Kampf wurden auch schon Mieter gefunden. Im Juli soll die Praxis eröffnen.

Es war ein mutiger Schritt, den Christoph Hold unternahm, als er sich für das Projekt entschied. „Er ging in die Investition, ohne dass es eine Zusage auf Förderung durch die öffentliche Hand gab“, lobte Bürgermeister Danny Sutor, der jetzt zusammen mit Landrat Uwe Schmidt die Zusage auf öffentliche Mittel überbrachte. Etwa ein Drittel der Kosten gibt es aus Steuermittel, über 600 000 Euro zahlt Hold.

„Es nutzt nichts, alte Gebäude zu erhalten, wenn sie leerstehen. Sie müssen mit Leben erfüllt werden“, nennt Peter Nissen von der Regionalentwicklung einen Grund der Förderung. „Alle profitieren davon“, sagt auch Sutor. Ein Stadtbild prägendes Ensemble erhalte ein Zukunftsperspektive, die Stadt gewinne an touristischer Attraktion und mit der Zahnarztpraxis würde nicht nur ein Gewerbesteuer zahlender Betrieb angesiedelt, sondern auch Arbeitsplätze entstehen. Und schließlich würde mit dem Hofladen auch die Direktvermarktung regionaler Produkte gefördert, sagt Landrat Schmidt. In etwa einem Jahr soll alles fertig sein, so Architekt Karl Botte. Vorrang hat die Zahnarztpraxis, weil hier Fristen eingehalten werden müssen. Ein Vierteljahr später sollen auch Schulungsraum und Hofladen fertig sein. „Wir sind im Zeitplan“, so Botte. ARTIKEL LINKS

Von Michael Rieß

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