Wegen Corona baut Kirchspiel Lippoldsberg eine mobile Bühne

Mit Gottesdienst-Trecker über die Dörfer

Gemeinsam aktiv: Beim Aufbau halfen Pfarrer Christian Trappe (vorn), seine Frau Ulrike und ihre Tochter Charlotte, außerdem Kantor Martin Seimer (am Keyboard), seine Frau Gabi (auf der Leiter) und ihr Sohn Simon.
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Gemeinsam aktiv: Beim Aufbau halfen Pfarrer Christian Trappe (vorn), seine Frau Ulrike und ihre Tochter Charlotte, außerdem Kantor Martin Seimer (am Keyboard), seine Frau Gabi (auf der Leiter) und ihr Sohn Simon.

In der Gemeinde Wesertal ist man kreativ: Wegen der Coronabeschränkungen findet das Krippenspiel auf einer mobilen Bühne statt.

Wesertal – Das zweite Weihnachtsfest unter Corona-Bedingungen fordert von den Gläubigen wieder viel Kreativität und Opferbereitschaft. Um dennoch die frohe Botschaft möglichst vielen Menschen zu bringen, ist im Kirchspiel Lippoldsberg ein Traktor mit Anhänger fünf Stunden lang unterwegs, ausgestattet mit Bühnenbild, Lautsprechern und Musik.

Wegen der verschärften Corona-Regelungen sind Andachten im Freien in fast allen Kirchengemeinden im Kreisteil geplant. Auch im Kirchspiel Lippoldsberg-Gottstreu-Gewissenruh wird es am Heiligen Abend Open-Air-Gottesdienste geben, bei denen dann ein „Weihnachts-Truck“ zum Einsatz kommt.

Nur noch eine Steckdose nötig

Statt in den drei Dörfern eine jeweils eigene Bühne aufzubauen, von der herunter Pfarrer Christian Trappe und Kantor Martin Seimer die Weihnachtsbotschaft in Worten und Klängen verkünden, fahren sie mit einem Schlepper und einen Anhänger, auf dem alle Bühnentechnik vorinstalliert ist, zu fest definierten Plätzen in den Orten. „Man braucht nur noch eine Steckdose für den Strom“, sagt Pfarrer Trappe.

Voriges Jahr war die Zahl der Akteure eingeschränkt. Dieses Bild entstand in Gewissenruh.

Auch zwölf Konfirmanden wirken an diesem Tag mit. Zwei von ihnen, Charlotte Trappe und Simon Seimer, sind an allen Stationen von 15 bis 20 Uhr mit dabei, was aber nichts ausmacht, weil ihre Eltern ja nicht zuhause auf sie warten, sondern ebenfalls mitwirken. Die übrigen wirken, wie wechselnde Beteiligte in den anderen Orten, vor der Bühne mit, wobei auch dort Maskenpflicht und Abstandsregeln gelten (auf eine 2G-Regelung kann hier im Freien verzichtet werden).

Mehr Menschlichkeit

Charlotte Trappe und Simon Seimer spielen die Hauptrollen in dem von Pfarrer Trappe geschriebenen Krippenspiel, inspiriert von der Geschichte „Stille Nacht, eilige Nacht“ des US-Autors Nicholas Allen. Dabei ist nicht der Stall mit Krippe der Hauptaktionsort, sondern das Wirtshaus, in dem Maria und Josef um Quartier bitten. Es geht im Kern um die Umkehr von Hartherzigkeit zu mehr Menschlichkeit.

In Lippoldsberg wirken die übrigen Konfirmanden und der Posaunenchor mit, in Gottstreu treten Schüler der Grundschule Oberweser auf.

Die Mitwirkenden opfern Freizeit beim Einstudieren, beim Aufbau und bei der Fahrt selber. Auch Bauhof und Kirchenvorstand halfen mit, Bernd Husemann fährt den Traktor und die Firma Spieß stellt nicht nur die Fahrzeuge bereit, sondern spendete auch die Tannen.

Drei Stationen

Die Christvespern am 24. Dezember finden statt: ab 16 Uhr in Gottstreu vor der Festscheune, ab 17 Uhr auf der Wiese vor der Klosterkirche Lippoldsberg und ab 18.30 Uhr auf dem Pierre-Heritier-Platz in Gewissenruh. In Lippoldsberg folgt um 23 Uhr noch eine Christmette mit Hirtenfeuer und Fackeln.

Infos über aktuelle und frühere Aktionen: bauhuette-Klosterkirche.de und youtube.de „Augenblick 45“ (Thomas Thiele)

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