Bad Karlshafen

Mit „Treidelkahn“ nach Görlitz

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Der symbolische Treidelkahn in Bad Karlshafen. 

Die Europarat-Kulturroute „Hugenotten- und Waldenserpfad“ berührt in unserer Region etliche Kolonien der Hugenotten und Waldenser.

Auch Städte, in denen die Glaubensflüchtlinge  neue Heimat fanden, liegen an dieser Route. An der Strecke kann man Kulturerbe von europäischem Rang entdecken.

Das hat auch die Bundesregierung mit der Anerkennung des Vereins Hugenotten- und Waldenserpfad als Bundesfokusprojekt im Europäischen Kulturerbejahr anerkannt. Anlässlich des Forums der Europarat-Kulturrouten vom 25. bis 27. September in Görlitz stellt der Verein seine Projekte im Europäischen Kulturerbejahr vor.

Dorothe Römer aus Bad Karlshafen, stellvertretende Vorsitzende im Vereinsvorstand, übernimmt in Görlitz die Präsentation. Sie wird auch über die Aktion „Treidelkähne am Landgraf-Carl-Kanal“ in Nord- und Mittelhessen berichten. Vier Treidelkähne wurden oder werden am historischen Landgraf-Carl-Kanal-Verlauf in der historischen Landgrafschaft Hessen-Kassel in Bad Karlshafen, Hofgeismar, Treysa und Rauschenberg aufgestellt. Kultur-Begleitaktionen mit Jugendlichen begleiteten die lokalen Einzelprojekte.

Dieser Wanderweg soll das Kulturerbe der Glaubensflüchtlinge wieder ins Bewusstsein rücken – nicht nur bei den Wanderern, die durch ihr langsames Voranschreiten die Flucht besonders nachempfinden können.

Das Europäische Kulturerbejahr 2018 soll unter dem Motto „Sharing Heritage – Geteiltes Kulturerbe“ das Bewusstsein für die europäische Geschichte und die europäischen Werte schärfen und eine europäische Identität stärken. Mit dem Kulturerbejahr sollen die kulturelle Vielfalt, des interkulturellen Dialogs und der soziale Zusammenhalt gefördert werden.

Dabei soll auch die Bedeutung dieses Kulturerbes für Konfliktverhütung und Aussöhnung nach Konflikten hervorgehoben werden. 

www.hugenotten-waldenserpfad.eu

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