Munser will Bürgermeister in Liebenau werden

Arbeitet bei Airbus: FWG-Bürgermeisterkandidat Harald Munser stellt sich im Herbst zur Wahl. Foto: nh

Liebenau. Der Kampf um das Bürgermeisteramt in Liebenau wird ein Duell: Die Freien Wähler (FWG) schicken den 50-jährigen Harald Munser ins Rennen, die SPD will ihren Kandidaten in den nächsten Wochen vorstellen. Die Sozialdemokraten werden es schwer haben: Liebenau gilt als Hochburg der FWG.

Trotzdem will die SPD einen eigenen Kandidaten ins Rennen schicken: „Wir haben jemanden, der es machen will“, sagt Heinz Kunze, Vorsitzender des Ortsvereins. Die CDU verzichtet auf einen Kandidaten.

Seit 1972 gewann die FWG

Seit 1972 gab es nur FWG-Bürgermeister in Liebenau: Zwölf Jahre lenkte Eberhard Hancken die Geschicke der Stadt. Ihm folgte Karl-Heinz Kampe, der ebenfalls zwölf Jahre im Amt blieb. Wenn nun Bürgermeister Peter Lange im März 2015 aufhört, wird er 18 Jahre im Amt gewesen sein.

Damit ist für den kommenden Wahlkampf klar: Der Favorit ist wieder der FWG-Kandidat: Der heißt Harald Munser und kommt aus Niedermeiser. Munser wurde während einer außerordentlichen Vollversammlung mit 91,6 Prozent der abgegebenen Stimmen gewählt.

Er geht nun damit bei der im Herbst 2014 stattfindenden Bürgermeisterwahl in Liebenau ins Rennen.

Munser ist 50 Jahre alt, in Liebenau geboren, verheiratet, hat zwei Kinder und ist wohnhaft in Niedermeiser. Nach dem Erwerb der Fachhochschulreife in Hofgeismar und einer anschließenden Ausbildung zum Flugzeugmechaniker in Kassel, studierte er an der Fachhochschule Aachen Luft- und Raumfahrttechnik und hat dort auch den Abschluss zum Diplom-Ingenieur gemacht.

Derzeit ist er bei der Firma Airbus Helikopters GmbH in Calden tätig, wo er Leiter des Entwicklungsbetriebes und Leiter der Konstruktion Sonderausrüstung für Hubschrauber ist.

Für die FWG Liebenau ist Harald Munser in der dritten Wahlperiode im Ortsbeirat Niedermeiser tätig. Für die Stadt Liebenau wolle er als Bürgermeister die Verbesserung der Lebensqualität der Bürger erreichen, wobei ihm die Anliegen der Jugend und Senioren besonders am Herzen lägen, heißt es in einer Mitteilung.

Munser sagte, dass sein Wunsch eine klare Mehrheit für seine Kandidatur war, doch dieses Ergebnis sei „traumhaft“. Das Motto der FWG Liebenau „Zuerst das Notwendige, dann das Wünschenswerte“ sei auch für ihn ein Leitsatz.

Laut dem Vorsitzenden Bruno Fülling will die FWG ihren Kandidaten zu gegebener Zeit in allen Ortsteilen Liebenaus vorstellen.

Der amtierende Bürgermeister Peter Lange wird mit Ende seiner Amtszeit am 31. März 2015 endgültig aus dem Dienst ausscheiden und in den Ruhestand eintreten. (eg/gör)

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