Forstamt Reinhardshagen rät Spaziergängern eindringlich, Forst nicht zu betreten

Warnung: Gefahr im Wald

Bad Karlshafens höchster Baum umgestürzt: Eine mächtige Fichte am Friedenstal bei Bad Karlshafen hat den Sturm am Dienstag nicht überstanden. Foto: Löschner

Reinhardshagen. Betroffen vom Sturm Niklas sind auch der Solling und der Reinhardswald. Im Gebiet des Forstgutsbezirks Reinhardswald waren bis gestern Mittag noch Straßen gesperrt. So war die Landesstraße von Gottsbüren nach Gieselwerder noch von umgestürzten Bäumen blockiert. Ebenso nicht passierbar waren die Kreisstraßen von Gottsbüren nach Helmarshausen sowie vom Forstscheid aus nach Gottsbüren.

• Betroffen vom Windwurf war am späten Dienstagabend auch die Bundesstraße 80. 500 Meter hinter der Zufahrt zum Tierheim in Bad Karlshafen lagen zwei Bäume über der Fahrbahn.

• Auf der Landesstraße zwischen Oedelsheim und Gieselwerder versperrte ein umgestürzter Baum die Fahrbahn. ein Autofahrer erkannte dies zu spät und fuhr gegen das Hindernis. Es entstand Sachschaden.

• In Bad Karlshafen Unter den Eichen stürzte ein Baum von einem Grundstück auf die Straße und blockierte diese.

• Auf der B 241 zwischen Amelith und Lauenförde versperrte am frühen Mittwochmorgen ein entwurzelter Baum die Fahrbahn.

Wie groß die Schäden innerhalb des Waldes sind, war am Mittwoch noch nicht auszumachen. „Wir werden uns erst in den nächsten Tagen einen Überblick verschaffen können“, sagte der Leiter des Forstamtes Reinhardshagen, Dr. Norbert Teuwsen. Bevor das geschehen könne, müssten zunächst die öffentlichen Straßen und dann die Forstwege freigeräumt werden.

Borkenkäferbefall vermeiden

Für die Forstverwaltung komme es in den nächsten Wochen darauf an, die durch Windwurf umgestürzten Bäume aus dem Wald herauszuholen. Wenn entwurzelte Bäume über einen längeren Zeitraum unaufgearbeitet auf dem Waldboden liegen blieben, könnten hier Kristallisationspunkte für die Vermehrung des gefährlichen Borkenkäfers entstehen. Das aber müsse unbedingt verhindert werden, so Teuwsen.

Der Forstamtsleiter warnt eindringlich davor, den Wald in den nächsten Tagen zu betreten. Besondere Gefahr bestehe jetzt durch abgebrochene Äste, die in den Baumkronen hängen. Sie könnten auch bei leichtem Wind herabstürzen und lebensgefährliche Verletzungen verursachen.

Gefahr gehe auch von Bäumen aus, die nicht umgestürzt, aber vom Sturm angeschoben sind. Sie stehen schräg oder lehnen an Nachbarbäumen. Ihre Wurzeln seien geschädigt und böten nur noch wenig Halt. Schon schwächere Böen könnten solche Bäume umwerfen.

„Wer jetzt den Wald betritt, geht ein unnötiges Risiko ein“, sagt Teuwsen. Er empfiehlt, den Osterspaziergang in die freie Landschaft zu verlegen. (geh)

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.