Besondere Vorkehrungen 

Nach Vorfall in Volkmarsen: Kelze sichert Umzug ab

+
Viel Betrieb gibt es jedes Jahr beim Umzug mit Tanzebär und Wagen sowie der Party danach.

Nachdem am Montag ein Mann in Volkmarsen mit seinem Auto in den Rosenmontagsumzug raste, fragten sich die Kelzer Einwohner, ob sie Aschermittwochskarneval absagen sollten.

Für eine Absage sprachen Pietäts- und Sicherheitsgründe, dagegen die viele Arbeit, die schon hineingesteckt wurde und die Vorfreude vieler Gäste auf die traditionell letzte Faschingsparty vor der Fastenzeit.

Drei Stunden lang diskutierten Schützenvereinsvorsitzender Uli Stallknecht, Wehrführer Björn Köbeler und weitere Beteiligte darüber, ob sie den Umzug, die Party oder beides absagen. Nachdem die Hessische Polizei den Veranstaltern empfahl, ihre Sicherheitskonzepte zu überprüfen und notfalls anzupassen, und auch die Stadt Hofgeismar keine Einwände hatte, entschieden sich die Kelzer, ihr Fest nicht abzusagen. 

Aschermittwochsumzug wird seit mehr als 300 Jahren gefeiert

„Die Sicherheit für die Umzugsteilnehmer hat oberste Priorität“, meinte Uli Stallknecht gegenüber unserer Redaktion. Gemeinsam mit Stadtbrandinspektor Guido Scherb und dem Bauhof wurde ein Konzept entwickelt, alle sieben Ortseingänge zeitweise mit schweren Fahrzeugen zu blockieren und auch durch weitere Maßnahmen das Risiko zu minimieren. Laut Polizei gab es allerdings keine konkreten Hinweise, dass sich die Gefährdungslage nach Volkmarsen erhöht habe.

Viel Betrieb gibt es jedes Jahr beim Umzug mit Tanzebä r und Wagen sowie der Party danach.

Bei gutem Wetter werden bis zu 1000 Besucher den um 14 Uhr beginnenden Umzug durch das Dorf verfolgen, an dem fünf bis sechs Wagen, Musik- und Fußgruppen mitwirken. Seit 300 Jahren gibt es den Umzug. Viele nehmen dann am anschließenden Rühreiessen in der Festscheune teil und abends feiern 350 bis 450 Besucher in der eigens umgerüsteten Festscheune nahe der Kirche.

Nach der Amokfahrt in Volkmarsen sind einige Kliniken in der Region in Alarmbereitschaft. Städte und Gemeinden wollen ihre Sicherheitskonzepte überdenken.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.