Nachfrage nach Häusern steigt - nur südlicher Kreisteil profitiert

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Wohneigentum ist weiter gefragt: Unser Archivfoto zeigt Dachdeckermeister Andrej Dinkel im August 2014 im Hofgeismarer Neubaugebiet.

Hofgeismar. Immobilien im Landkreis Kassel sind wieder begehrt. Besonders deutlich wird das beim Wohnungseigentum: Wechselten in 2013 fast 30 Prozent weniger Häuser und Wohnungen die Eigentümer, waren es 2014 dann 60 Prozent mehr.

Dies zeigt der erste Trend des Gutachterausschusses für Immobilienwerte, der die Kaufverträge im Landkreis Kassel anonymisiert auswertet.

„Die Erstverkäufe beim Wohnungseigentum sind dabei um fast 95 Prozentpunkte gestiegen und liegen 2014 bei 150 Fällen“, sagt Frank Mause, Vorsitzender des Gutachterausschusses. „Auch im Bereich der unbebauten Grundstücke sei eine Steigerung zu verzeichnen. Die ausgewerteten Kaufverträge für Wohnbauflächen beispielsweise liegen 40 Prozent über dem Vorjahr und auf dem Niveau des Jahres 2005.

Grund für die insgesamt höhere Anzahl an Kauffällen könnte die in Hessen am 1. August von fünf auf sechs Prozent erhöhte Grunderwerbssteuer sein, die eventuell für vorgezogene Kaufverträge sorgte.

Der durchschnittliche Verkaufspreis für ein Einfamilienhaus ist mit rund 151 000 Euro in etwa auf dem Niveau des Vorjahres geblieben. Er ist damit etwa 25 Prozent höher als im benachbarten Landkreis Waldeck-Frankenberg.

Für den Kreisteil Hofgeismar sind die Zahlen aber nur eingeschränkt positiv: Denn sie geben einen Gesamttrend im Landkreis wieder. Tatsächlich seien es aber hauptsächlich der Speckgürtel um Kassel und die größeren Städte wie Hofgeismar und Wolfhagen, die profitierten. An der Weser dagegen sei von der steigenden Nachfrage wenig zu spüren. Die stehe und falle mit dem Angebot an Arbeitsplätzen vor Ort - und der Anbindung durch die Regiotram.

Endgültige Zahlen für das vergangene Jahr wird der Gutachterausschusses im Frühsommer herausgeben.  

Mehr zu diesem Thema lesen Sie am Montag in der Hofgeismarer Allgemeine

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