Reinhardswald als Naturpark erhöht Chancen für die Region

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Gewaltig: Mit den Baumriesen aus dem Naturschutzgebiet Urwald Sababurg wird gern geworben. Der deutlich größere Reinhardswald umfasst aber viele weitere Waldformen.

Hofgeismar. Die geplante Ausweisung des Reinhardswalds als Naturpark soll ein entscheidender Baustein sein, um die touristische Attraktivität und die touristische Zusammenarbeit der Kommunen am Reinhardswald und des angrenzenden Diemeltales zu stärken.

Dafür hat das Land Hessen der Touristischen Arbeitsgemeinschaft (TAG) Märchenland Reinhardswald einen Zuschuss von 100.000 Euro aus Mitteln für interkommunale Zusammenarbeit gewährt.

Regierungspräsident Dr. Walter Lübcke übergab den Bescheid am Donnerstagnachmittag im Hofgeismarer Rathaus den Vertretern der beteiligten Kommunen Bad Karlshafen, Fuldatal, Grebenstein, Hofgeismar, Immenhausen, Liebenau und Trendelburg sowie des Landkreises Kassel.

Lübcke sagte, dass die Kommunen bereits intensiv vorgearbeitet hätten und das Geld deshalb in guten Händen sei, um die Region mit ihrer wunderbaren Natur- und Kulturlandschaft noch bekannter zu machen und dabei den Spagat zu schaffen, noch mehr Menschen in die Natur zu bringen, damit noch mehr Menschen sie schätzen lernen. Dabei sei eine nachhaltige Entwicklung nötig. Lübcke meinte, das Gute an Nordhessen sei, dass es hier Netzwerke über Parteigrenzen hinweg gebe mit dem Vorteil, „dass die Knoten hier halten“.

Landrat Uwe Schmidt hob hervor, dass es gelungen sei, HessenForst mit ins Boot zu holen, was letztlich auch das Land überzeugt habe. „Wir haben hier eine gute Tradition der kommunalen Zusammenarbeit im Kreis Kassel und für den Tourismus wird hier ein neuer Kooperationsleuchtturm entstehen“, sagte Schmidt. Bereits im Mai 2013 hatte der Landkreis federführend einen Gruppenantrag auf Zuschüsse für den Zusammanschluss für die Touristische AG gestellt. Die TAG soll vor allem die touristische Werbung effizienter und professioneller gestalten.

Mit dem Geld soll nun ein Stufenplan umgesetzt werden, wie Peter Nissen vom Servicezentrum Regionalentwicklung erläuterte. In einer öffentlich-rechtlichen Vereinbarung wurden Aufbau, Qualität und Strukturen der TAG festgelegt. Die Stadt Hofgeismar vertritt die TAG nach außen und richtet - unter Einbeziehung des Tierparks Saba-burg - eine zentrale Touristinformation ein. Der Landkreis wird alles koordinieren und strategisch zusammenhalten. Als nächstes wird ein Konzept in Auftrag gegeben auch im Hinblick auf die erhoffte Naturparkausweisung.

Weitere Kommunen können noch beitreten. Mit Oberweser und Wahlsburg, die sich touristisch schon anders organisiert haben, ist eine partnerschaftliche Unterstützung vorgesehen.

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