Nebelbeeke: Pfarrerin sagt neue Stelle ab

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Ellen Kallweidt

Ehrsten/Fürstenwald/Meimbressen. Das Warten im Evangelischen Gesamtverband Nebelbeeke geht weiter. Entgegen den Erwartungen wird die Pfarrstelle noch immer nicht besetzt.

Die Anfang Februar gewählte Pfarrerin Ellen Kallweidt, die ihren Dienst zum 1. Mai antreten wollte, hat dem Gesamtverband kurzfristig abgesagt. Eine entsprechende Mitteilung flatterte den Kirchenvorständen und Kirchenältesten der drei Gemeinden am vergangenen Donnerstag überraschend ins Haus.

Seit dem Weggang von Pfarrerin Adelheid Schurian-Bebendorf im vergangenen Sommer währt die Vakanz bereits ein gutes Dreivierteljahr. Auf die Ausschreibung der Pfarrstelle in ländlich geprägter Umgebung gab es nur zwei Bewerbungen - von Ellen Kallweidt und ihrem Ehemann, der ebenfalls Theologe ist.

Nach den Vorstellungsgesprächen und -gottesdiensten mit den beiden Kandidaten wurde die Pfarrerin gewählt. Nun heißt es für den Gesamtverband Nebelbeeke zurück auf Anfang.

Nach einer Presseerklärung des Evangelischen Kirchenkreises Hofgeismar hat Ellen Kallweidt aus persönlichen Gründen auf den Pfarrdienst in Ehrsten und den beiden anderen Gemeinden verzichtet. Diese Entscheidung sei ihr nicht leichtgefallen. Insbesondere eine neue berufliche Aufgabe für ihren Mann habe dazu den Ausschlag gegeben. Dem Vernehmen nach haben sich für beide Ehepartner Chancen auf neue Stellen in der Nähe von Eschwege ergeben.

Wie die Vakanzvertretung weiter geregelt wird, darüber sollen nach Auskunft von Pfarrer Sven Wollert aus Westuffeln, der seit Monaten für den Gesamtverband im Einsatz ist, kommende Woche Gespräche geführt werden.

Weiter in der Luft

Vor allem die Kirchengemeinde Ehrsten hängt mit ihren Vorhaben und Entscheidungen weiter in der Luft. Hier stehen das Pfarrhaus und die Jugendräume zur Disposition (wir berichteten). Außerdem soll die St.-Marien-Kirche grundlegend renoviert und umgebaut werden. In Fürstenwald befindet sich das Umbauprojekt in der Endphase.

Die Betroffenheit in den drei Gemeinden über die über den 1. Mai andauernde Vakanz ist zum Teil groß. Ruth Neutze, stellvertretende Vorsitzende des Gesamtverbands Nebelbeeke, sagte dennoch auf HNA-Anfrage: „Für Pfarrerin Kallweidt in ihrer persönlichen Situation habe ich großes Verständnis. Sehr zu schätzen weiß ich die bisher geleistete umfangreiche Gemeindearbeit der Pfarrer Frank Himmelmann, Heinz-Herbert Ley und Sven Wollert sowie von Diakon Matthias Pimpl. Besonders dankbar sind wir für das außerordentliche Engagement von Pfarrer Wollert bei der Geschäftsführung des Gesamtverbandes.“ Von Dorina Binienda-Beer

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