Stadtverordnetenversammlung lehnt Standorte im Reinhardswald ab

Nein zu Windkraft im Wald

Trendelburg. Die Stadtverordneten der Stadt Trendelburg stellen sich in der Frage der Windenergie-Nutzung nahezu geschlossen hinter Bürgermeister Kai Georg Bachmann.

In seiner Sitzung am Donnerstagabend segnete das Gremium bei je einer Gegenstimme und Enthaltung eine Stellungnahme der Kommune zum Teilregionalplan Energie Nordhessen 2013 ab, die im Kern die Aufstellung von riesigen Windkraftanlagen im Reinhardswald ablehnt.

Gleichzeitig spricht sich das Stadtparlament grundsätzlich für den Ausbau der Windenergienutzung ab – allerdings nur in den Vorranggebieten bei Sielen und Langenthal sowie bei Lamerden, wo bestehende Anlagen aufgerüstet werden könnten. Dagegen fordern die Stadtverordneten die Regionalversamlung Nordhessen auf, die Vorrangflächen im Reinhardswald und dort insbesondere rund um Gottsbüren aus dem Regionalplan zu nehmen, zumindest aber deutlich zu reduzieren. Die Vorrangflächen auf der Stammer Höhe und den Höhen um Friedrichsfeld sollen demnach für Windräder tabu bleiben.

Gleichzeitig fordern die Trendelburger – für den Fall, dass besagte Flächen Vorranggenbiete und somit potenzielle Standorte für die Windenergie-Nutzung bleiben – bei der Vergabe einen Zuschlag für die Energiegenossenschft Reinhardswald, hinter der die Anrainer-Kommunen stehen. Damit soll der Einfluss der betroffenen Städte und Gemeinden auf die künftige Entwickung der fraglichen Standorte gewahrt werden. Wenn sich die Anlagen schon nicht verhindern lassen, wollen die Mitgliedskommunen und deren Einwohner im Zuge der Bürgerbeteiligung vom renditestarken Geschäft mit Windstrom profitieren.

Zu diesem strittigen Thema lädt die Stadt Trendelburg Bürger und Interessierte zu einer Informationsveranstaltung am 15. Mai nach Gottsbüren ein. Uhrzeit und Ort werden noch mitgeteilt.

Von José Pinto

Rubriklistenbild: © dpa

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