Landrat: „Gesundheitszentrum beste Lösung für Hofgeismar“

Neue Kreisklinik soll doch an Krähenberg

Hofgeismar. Ein ganz neuer Vorschlag soll die festgefahrenen Verhandlungen über den Neubau der Kreisklinik Hofgeismar in Bewegung bringen: Landrat Uwe Schmidt (SPD) und Hofgeismars Bürgermeister Markus Mannsbarth (SPD) schlagen vor, am Krähenberg nicht nur zwei Kliniken zu bündeln, sondern ein Gesundheitszentrum zu errichten. Das könnte aus der Kreisklinik der Gesundheit Nordhessen Holding (GNH) und weiteren ambulanten und stationären Angeboten bestehen.

Seit über einem Jahr verhandeln Evangelische Altenhilfe und GNH über einen gemeinsamen Standort: Die GNH plant einen Bau für 37 Millionen Euro mit 120 Betten, der den alten Standort an der Liebenauer Straße ablösen soll. Die Evangelische Altenhilfe hat dagegen ein gut funktionierendes geriatrisches Krankenhaus am Krähenberg. Das Problem: Die GNH will dort nicht hin, die Altenhilfe dort nicht weg. Doch nur eine räumliche Nähe bringt laut Altenhilfe beiden Häusern Vorteile.

Auch ein Zusammenschluss war im Gespräch: „Die Verhandlungen für eine regelhafte Fusion sind abgeschlossen“ – ohne Ergebnis, sagt Schmidt. Deshalb gehen der Landrat und Mannsbarth nun in die Offensive: Ein Gesundheitszentrum soll auf einem Grundstück unterhalb des Krähenbergs entstehen, die neue Kreisklinik wäre die Basis, eine Beteiligung des Psychiatrie-Anbieters Vitos wünschenswert, niedergelassene Ärzte könnten das Angebot ergänzen. Auf lange Sicht wäre ein Anbau des Evangelischen Krankenhauses möglich. Mit 300 Betten und einer Bündelung der medizinischen Angebote hätte man die Größe erreicht, ab der ein Standort als zukunftssicher gilt.

Altenhilfe und GNH erfuhren am frühen Abend von dem Vorstoß Schmidts und Mannsbarths: Die Evangelische Altenhilfe lobte den Vorschlag. Die GNH hielt sich bedeckter und formulierte ihre Anforderungen an den Standort.

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Von Göran Gehlen

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