1. Startseite
  2. Lokales
  3. Hofgeismar

Stadtverordnete vergeben Ingenieurleistungen in Höhe von 553 000 Euro

Erstellt:

Von: Gerd Henke

Kommentare

Poststraße in Helmarshausen: Noch verläuft auf ihr der Verkehr der B83. Wenn die Ortsumgehung Bad Karlshaufen Ende des Jahres fertiggestellt sein wird, wird die Poststraße zur Kreisstraße herabgestuft. Dann soll sie neugestaltet werden.
Poststraße in Helmarshausen: Noch verläuft auf ihr der Verkehr der B83. Wenn die Ortsumgehung Bad Karlshaufen Ende des Jahres fertiggestellt sein wird, wird die Poststraße zur Kreisstraße herabgestuft. Dann soll sie neugestaltet werden. © Gerd Henke

Ende dieses Jahres soll der Fern- und Durchgangsverkehr über die neue Ortsumgehung der B 83 an Bad Karlshafen vorbeifließen. Vor allem der Stadtteil Helmarshausen wird dann entlastet werden.

Bad Karlshafen – Die Helmarshäuser Poststraße wird von der Abzweigung nach Langenthal bis zur Diemelbrücke zur Kreisstraße herabgestuft. Die Stadt will die Herabstufung zum Anlass nehmen, die Straße neu zu gestalten.

Neben der Reduzierung der Straßenbreite könnten auch die Ortseingänge sowie die Freiflächen in der Ortsmitte mit Marktplatz und Altem Rathaus aufgewertet werden. Eine Steuerungsgruppe hat dazu bereits einen Rahmen- und Gestaltungsplan erarbeitet. In diesem Plan wurden verschiedene Gestaltungsvarianten für Straße und Gehweg, die Freianlage untersucht.

Trinkwasserleitung und Wasserkanäle müssen erneuert werden

Das Konzept ist auch in der Lenkungsgruppe Helmarshausen und in einer Bürgerversammlung diskutiert worden. Favorisiert worden ist dabei die Variante mit 4,5 Meter breitem Asphaltband und angrenzender Mischfläche für Fußgänger, Radfahrer und Parken sowie Ausweichmöglichkeiten bei Lkw-Gegenverkehr. Diese Variante gilt als förderfähig. Baulastträger und damit Träger der Kosten ist der Landkreis Kassel. Im Zuge der Umgestaltung müssen auch Teile der Trinkwasserleitung und der Regen- und Schmutzwasserkanäle erneuert werden.

Die Ingenieurleistung für die Entwurfsplanung und die weiteren Planungsschritte haben die Stadtverordneten in ihrer Sitzung vergeben.

Teuerstes Angebot bekommt den Zuschlag

An der europaweiten Ausschreibung haben sich drei Bieter beteiligt. Mit den Stimmen von FWG und CDU erhielt auf Vorschlag der Verwaltung das Büro mit dem teuersten Angebot in Höhe von 553 274 Euro den Zuschlag. Bürgermeister Marcus Dittrich begründete das mit der hohen Leistungsfähigkeit des Ingenieurbüros.

In der Ausschreibung sei das Kriterium „Leistungsfähigkeit“ mit 80 Prozent und das Kriterium „Wirtschaftlichkeit“ mit 20 Prozent gewichtet worden. SPD-Fraktionschef Karl-Erwin Franz monierte, dass die Bewertungsmatrix in der Beratung des Haupt- und Finanzausschusses nicht vorgelegen habe. Er wies darauf hin, dass das Büro mit dem Abstand höchsten Gebot den Zuschlag erhalten solle. Die SPD-Fraktion enthielt sich denn auch bei der Abstimmung. (Gerd Henke)

1,65 Millionen Euro für Umgestaltung

Für die Umgestaltung der Poststraße und des Platzes am Alten Rathaus sind im Haushalt der Stadt Bad Karlshafen rund 1,65 Millionen Euro eingestellt worden. Für die Erneuerung des Schmutz- und Regenwasserkanals sind insgesamt 300 000 Euro vorgesehen und für die Erneuerung der Trinkwasserleitung 200 000 Euro. Die Stadt werde 2023 beim Land Hessen einen Förderantrag nach dem „Mobilitätsfördergesetz“ stellen, sagte Bürgermeister Dittrich, über Hessen Mobil sei das Projekt bereits angemeldet worden. (geh)

Auch interessant

Kommentare