Post konzentriert Standorte

Neue Postverteilbasis wird in Lippoldsberg gebaut

Neubau im Tal: Zwischen dem Netto-Einkaufsmarkt (der wegen Hochwassergefahr erhöht gebaut wurde) und dem Sportplatz sowie dem Vereinsheim des TSV Lippoldsberg (links) liegt das Grundstück, auf dem seit vergangener Woche Baumaschinen den Untergrund vorbereiten. Passanten vermuteten zunächst, dass hier ein neuer Getränkemarkt angebaut würde. Tatsächlich baut hier die Post AG einen Verteilstützpunkt.
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Neubau im Tal: Zwischen dem Netto-Einkaufsmarkt (der wegen Hochwassergefahr erhöht gebaut wurde) und dem Sportplatz sowie dem Vereinsheim des TSV Lippoldsberg (links) liegt das Grundstück, auf dem seit vergangener Woche Baumaschinen den Untergrund vorbereiten. Passanten vermuteten zunächst, dass hier ein neuer Getränkemarkt angebaut würde. Tatsächlich baut hier die Post AG einen Verteilstützpunkt.

Die schon seit der Zeit vor der Corona-Pandemie stetig steigende Menge an Paketsendungen wirkt sich jetzt auch im Oberweserraum aus.

Lippoldsberg/Bad Karlshafen/Uslar – Die Deutsche Post AG baut in Lippoldsberg einen neuen Zustellstützpunkt (ZSP) für Briefe und Pakete und will zwei alte Standorte hierher verlagern und konzentrieren.

Wie Pressesprecher Thomas Kutsch von der DHL Group in Frankfurt auf Anfrage mitteilte, entsprechen die bisherigen Immobilien der Zustellstützpunkte in Bad Karlshafen und Uslar „überhaupt nicht mehr den heutigen Anforderungen des Betriebes“, wie er formulierte. Der Neubau bedeutet nun, dass die Post AG die beiden alten Zustellstützpunkte in Bad Karlshafen und Uslar aufgegeben wird und sie im Ortsteil Lippoldsberg der Gemeinde Wesertal konzentriert.

42 Mitarbeiter für den Zustellstützpunkt

„In Bad Karlshafen mussten wir – bedingt durch die hohen Paketmengen – in der Vergangenheit schon auf eine andere Räumlichkeit ausweichen,“ erläuterte Kutsch. In Bad Karlshafen war die Post vor etwa 30 Jahren von der Carlstraße auf ein größeres Grundstück an der Gerbergasse umgezogen. In Uslar befindet sich das vor mehreren Jahrzehnten erneuerte Logistikzentrum am Rande der Altstadt an der Bahnhofstraße zwischen alter Post und Fernmeldeturm

Der Versorgungsbereich des neuen Zustellstützpunktes wird die bisherigen Bereiche von Uslar und Bad Karlshafen umfassen. Etwa 42 Mitarbeiter werden dort ihr neues Zuhause finden, wie es der Pressesprecher nannte. Es werden 28 Verbundbezirke eingerichtet. Das heißt, dort werden in einem Zustellbezirk von einer Person sowohl Briefe als auch Pakete zugestellt, in der Regel mit Elektroautos („Streetscooter“).

Fertigstellung für Frühjahr 2022 geplant

Die Post wird voraussichtlich, wie Wesertals Bürgermeister Cornelius Turrey erfuhr, morgens mit bis zu drei Lkw angeliefert und von Lippoldsberg aus in kleineren Fahrzeugen an die Haushalte verteilt. Die Stadt Bad Karlshafen hatte mehrfach versucht, Informationen zu den Postplänen in Bad Karlshafen zu bekommen, aber keine Antwort erhalten. Immerhin erfuhr Bürgermeister Marcus Dittrich, dass Zustellbezirke zusammengelegt wurden und deshalb die aktuellen Räume nicht mehr reichten. Bei Hochbetrieb wurden Räume an der Saline mitgenutzt.

Nach Angaben der Post ist das Lippoldsberger Grundstück 6300 Quadratmeter groß, das Gebäude wird komplett ebenerdig eine Fläche von 1000 Quadratmetern haben. Die Fertigstellung ist laut Pressesprecher Kutsch zum Ende des Jahres vorgesehen, der Umzug erfolge aber erst nach dem „Starkverkehr“, also der Vorweihnachtszeit 2021. Man habe dafür das Frühjahr 2022 ins Auge gefasst. Zu den Investitionskosten wollte die Post keine Angaben machen. (Thomas Thiele)

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