Neuer Pfad bringt Radfahrer und Fußgänger zum Carlsbahntunnel

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Premiere: Bisher konnte man mit dem Fahrrad nicht zum südlichen Tunnelportal gelangen. Ein Vertreter des ADFC (links) und Lokalpolitiker Gerhard Niemeyer (daneben) waren die ersten Radfahrer. Vizelandrätin Susanne Selbert, Denkmalpfleger Dr. Jan Viebrock und Bundestagsabgeordneter Ullrich Meßmer freuten sich über die gelungene Finanzierung und die touristischen Perspektiven.

Trendelburg. Die Erleichterung war allen anzusehen, ebenso die Begeisterung und Vorfreude, als am Mittwoch ein neuer Weg zum Südportal des Carlsbahntunnels bei Deisel eröffnet wurde.

Er ermöglicht nun Wanderern und Radfahrern ein leichtes Erreichen des bislang kaum zugänglichen Baudenkmals. Und zugleich wird die Spannung gesteigert, denn nach der Sanierung soll 2014 auch der Tunnel geöffnet werden.

Vizelandrätin Susanne Selbert, für die die Tunnelöffnung eine Herzensangelegenheit ist, freute sich enorm, dass letztlich alle an einem Strick zogen, nachdem es anfangs viele Bedenken gab.

Nicht nur der gesamte Radtourismus, sondern auch die anliegenden Ortschaften werden durch die Maßnahmen profitieren“, meint Selbert. „Die Sanierungspläne erhöhen den touristischen Nutzen immens. Solche Bahn-Radwege spielen für den Fahrradtourismus eine bedeutende Rolle“. Immerhin ist der 1848 erbaute und 1970 stillgelegte, 202 Meter lange Carlsbahn-Tunnel der älteste Eisenbahntunnel Hessens und der zweit-älteste in Deutschland.

Auch eine Bürgerinitiative, die 2505 Unterschriften für die Tunnelöffnung sammelte, machte das Interesse der Öffentlichkeit an der Tunnelöffnung deutlich. Radfahrer auf dem vorbeiführenden Diemelradweg interessieren sich sehr für das Bauwerk.

Von einem monumentalen Eindruck, einer fast sakralen Wirkung dieses wie ein Kirchenportal aus der Natur auftauchenden Baudenkmals sprach der Vizepräsident des Landesamtes für Denkmalpflege, Dr. Jan Viebrock. Er überbrachte 125.000 Euro für die Tunnelsanierung aus einem Denkmalschutzsonderprogramm des Bundes. Dass es möglich war, an dieses Geld zu kommen, sei vor allem dem Einsatz des Bundestagsabgeordneten Ullrich Meßmer zu verdanken, betonte Viebrock. Nochmals 125.000 Euro gibt das Land, 60.000 Euro der Kreis und 133.000 Euro aus dem EU-Leader-Programm. Sobald auch dieses EU-Geld eingetroffen ist, kann die aus Sicherheitsgründen nötige Tunnelsanierung beginnen.

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Von Thomas Thiele

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