Niedrige Kraftstoffpreise freuen Autofahrer

Abwärtstrend: Torben (links) und Jan Donig vom gleichnamigen Mineralstoff-Vertrieb sehen die Abwärtsbewegung bei den Kraftstoffpreisen schon seit einigen Wochen. Foto: Temme

Hofgeismar. Der Benzinpreis ist im Keller. Seit Wochen können sich Autofahrer über sinkende Kraftstoffpreise in der Region freuen.

Teilweise kostete der Liter E10 nur 1,31 Euro, Diesel 1,10 Euro. Auch in Hofgeismar freuten sich gestern die Autofahrer über die Entwicklung.

„Seit Ende Mai sinkt der Preis von Diesel kontinuierlich“, sagt Jan Donig vom Hofgeismarer Mineralöl-Vertrieb. Benzin sei im Juli kurzzeitig noch mal angestiegen, gehe aber auch seitdem stark nach unten. Dass sich der gute Preis auf das Tankverhalten seiner Kunden auswirke, könne er nicht bestätigen. Es würde weder mehr noch weniger getankt.

Auch bei Holger Joswig von der Esso-Tankstelle ist alles beim Alten: „Das einzige, was sich verändert hat, ist, dass die Kunden bessere Laune haben, wenn der Preis unten ist.“ Laut Joswig ist es günstig, in den Morgen- oder Abendstunden zu tanken, denn um die Mittagszeit gebe es stets einen Preisanstieg. „Von mittags an sinkt der Preis und schnellt bei uns ab 23 Uhr dann wieder in die Höhe.“ Dass es zwischen den einzelnen Tankstellen kaum Preisunterschiede gibt, davon ist Bernd Libudzic von der Aral-Tankstelle in der Neuen Straße überzeugt. Früher sei das mal anders gewesen, doch durch die bundesweite Preismeldezentrale sei das längst Vergangenheit. Da noch Ferienzeit ist, meint Libudzic, dass trotz der niedrigen Spritpreise grundsätzlich weniger getankt wird.

Dass es zwischen den einzelnen Tankstellen große Preisunterschiede gibt, davon ist indes Matthias Rose aus Hofgeismar überzeugt: „ Sowohl in Kassel als auch wenn man Richtung Beverungen fährt, ist der Kraftstoff meist um einiges günstiger.“ Unterschiede von bis zu elf Cent habe er schon feststellen können.

Doch es gibt auch Kunden, die tanken mehr, weil es billig ist. „Eigentlich hatte ich noch genug Kraftstoff, aber weil der Preis so gut ist, habe ich meinen Tank voll gemacht“, erklärt Helga Albrecht aus Zwergen.

Auch Gaby Hinz aus Ostheim schaut genau hin, wo die Preise gerade liegen: „Heute habe ich voll getankt - wäre das Benzin teuerer, hätte ich nur eine kleine Menge genommen.“ Viele der Autofahrer halten es wie Frank van Eemeren aus Hombressen, der sich zwar über das Hin und Her bei der Preisentwicklung wundert, aber sein Tankverhalten deshalb nicht ändert.

„Wenn das Auto leer ist, fahre ich tanken - egal, wo der Preis gerade liegt.“ Wo die Reise des Kraftstoffpreises hingeht, kann niemand derzeit genau sagen. „Morgen kann es schon wieder langsam nach oben gehen, da steckt niemand drin - schön ist der jetzige Preis auf jeden Fall, schließlich lag er ja auch schon bei fast 1,70 Euro pro Liter Super“, sagt van Eemeren.

Trotz des Tiefstands ist Azam Kamo nicht mit dem Preis des Sprits zufrieden: „In meiner Heimat, dem Irak, zahlen wir 15 Cent für einen Liter Kraftstoff - so müsste das hier auch sein.“ (zta)

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