85 Teilnehmer bei Infoabend

Noch viele Fragen zu Windrädern bei Oedelsheim offen

Luftbild mit voraussichtlichen Standorten der Windräder bei Oedelsheim
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Windpark Oedelsheim: Die endgültigen Standorte der bis zu sechs Windräder sollen Anfang 2022 feststehen.

Über 100 Fragen stellten Teilnehmer während der Online-Präsentation für das Windparkprojekt Oedelsheim, die das norwegische Unternehmen Statkraft veranstaltete.

Wesertal/Oedelsheim - Obwohl das Webinar auf über zwei Stunden verlängert wurde, blieben aus Zeitgründen noch viele Fragen der 85 Teilnehmer unbeantwortet. Die will das Unternehmen in den nächsten Tagen auf ihrer Internetseite zum Projekt Oedelsheim gebündelt beantworten. In dem Vortrag stellten Pressesprecherin Judith Tranninger und Projektleiter Markus Schoppmann (wie berichtet) die Grundlagen des Projektes vor. Die Abstände von 1000 Metern zu den Ortschaften Arenborn und Oedelsheim sowie 600 Metern zu Einzelhäusern würden eingehalten.

In der anschließenden Fragerunde betonten die Statkraft-Vertreter, dass sie in den Dialog mit den Bürgern kommen wollten und beispielsweise gerne Vorschläge für Ausgleichsmaßnahmen wie etwa Aufforstung oder Wiedervernässung hätten. Hintergrund: Die durch Sturm, Dürre und Schädlinge freigewordenen Flächen gelten noch als Wald und können nicht als Ausgleichsmaßnahme aufgeforstet und angerechnet werden, wie die Planer bedauerten. Und da auch landwirtschaftliche Flächen selten in Wald umgewandelt würden, seien die Möglichkeiten begrenzt.

Die Nachfragen betrafen etwa die Umweltgutachten, die Bürgerbeteiligung, die Windmessungen, den Umfang der Waldzerstörung (Schoppmann: „Es sind noch keine Arbeiten erfolgt. Wenn, dann sind es ganz normale Forstarbeiten.“) oder den Rückbau („Flachfundamente verschwinden nach 20 oder 30 Jahren, die Tiefgründung kann man nicht entfernen.“) Es sei nur wenig Wege-Neubau nötig, da es schon viele breite Waldwege gebe.

Der zugeschaltete Bürgermeister Cornelius Turrey sagte, dass die angekündigte finanzielle Beteiligung für die Gemeinden die Verluste für die Tourismusbetriebe und die Gemeindesteuern sowie den zusätzlichen Aufwand der Feuerwehren nicht ausgleichen könne. (Thomas Thiele)

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