254 Unterschriften gesammelt

Obermeiserer wollen wieder Wasser von Hohenborn

Obermeiser. Einwohner des Caldener Ortsteils Obermeiser kämpfen um ihr Wasser. Sie übergaben Bürgermeister Andreas Dinges nun eine Liste mit 254 Unterschriften.

Das ist angesichts von 330 Wahlberechtigten im Ort sehr viel. Die Einwohner fordern, dass der Ortsteil wieder von der Quelle Hohenborn versorgt wird.

Die Quelle wurde nämlich offenbar ohne ihr Wissen vom Netz abgehängt. Nach einer Anfrage der SPD legte die Gemeinde nun die Fakten auf den Tisch: Demnach wurde die Wasserversorgung im April umgestellt, weil sich die Beschichtung des Hochbehälters abgelöst hatte.

Ohne vertiefende Untersuchung habe sich das Schadensausmaß nicht feststellen lassen, sagte Bürgermeister Andreas Dinges. Seit Jahren werde Obermeiser je nach Leistungsfähigkeit der Quellen entweder von Hohenborn oder Westuffeln versorgt. Deshalb habe man die Umstellung nicht bekannt gemacht. Es gebe auch keine Einschränkung der Wasserversorgung für die Bevölkerung in Westuffeln.

Die Obermeiserer wollen ihr bisheriges Wasser zurück. Es sei kalkhaltig, schmecke aber gut. Und es entspricht laut Dinges voll den Trinkwasservorgaben. Allerdings hat die Quelle Westuffeln offenbar auch Vorteile: Es gibt Berichte über deutlich höheren Wasserdruck in der Leitung. Das Wasser von Hohenborn wird nämlich ohne Pumpe nach Obermeiser geleitet.

Es ist bis auf einen kleinen Pauschalbetrag an den Quellenbesitzer praktisch kostenlos. Allerdings zahlen die Anwohner in Obermeiser die gleichen Wassergebühren wie alle Caldener.

Wie es um den Wasserbehälter steht und wann die Obermeiserer ihr Wasser zurück bekommen, ist noch unklar. Die Netz & Service GmbH der Städtischen Werke hatte einen Sachverständigen hinzugezogen und ein Fachbüro mit der Untersuchung beauftragt. Momentan warte man auf die Ergebnisse. (gör)

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