Demo gegen K+S

Protest mit Totenkopfmasken: Gegen Salzabwasser in Weser

Mehrere Hundert Demonstranten haben am Samstag im Oberweser-Ortsteil Gieselwerder den Vier-Phasen-Plan der hessischen Landesregierung und des Kaliproduzenten K+S zur Entsorgung salzhaltiger Industrieabwässer symbolisch in der Weser bestattet.

„Wir tragen ein totgeborenes Kind zu Grabe, das keine Überlebenschance hatte, da es kein Kind der Liebe war“, spielte der Bürgermeister von Oberweser, Rüdiger Henne, auf das Papier von Umweltministerin Priska Hinz und des K+S-Vorstandsvorsitzenden Norbert Steiner an.

Professor Wolfgang Wiest und der Hofgeismarer Bürgermeister Markus Mannsbarth erläuterten für das Aktionsbündnis Salzfreies Märchenland die Kritik an dem Plan, der nicht mit der europäischen Wasserrahmenrichtlinie vereinbar sei, das Trinkwasser gefährde und technisch mögliche Verfahren wie die Eindampfung der Abwässer außer Acht lasse.

Symbolisch wurden die vier Phasen verbrannt und die Asche nach einem Marsch auf die Weserbrücke in den Fluss gestreut. Auch den Entwurf für den Bewirtschaftungsplan für das Flussgebiet, der in dieser Woche bekannt geworden war, kritisierte Mannsbarth als „an den entscheidenden Stellen zu schwammig und unkonkret“, zudem werde damit die Werra aufgegeben.

Protest mit Totenkopfmasken: Gegen Salzabwasser in Weser

Die Bürgerinitiativen an der Weser kämpfen vor allem gegen die geplante Oberweserpipeline und die dafür benötigten Stapelbecken im Reinhardswald. Um die Arbeitsplätze im Kalirevier und dem Tourismus an der Weser zu erhalten, werden alternative Verfahren zur Aufbereitung der Abfälle gefordert. (zlö)

Rubriklistenbild: © Löschner

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