Zusammenleben hat sich eingespielt

Flüchtlinge: Einige Helfer kommen fast täglich

Asylbewerberunterkunft in Gieselwerder.

Oberweser. Gut acht Wochen nach dem Einzug der Flüchtlinge in Gieselwerder und Oedelsheim scheint sich das Zusammenleben dort eingespielt zu haben.

„Die anfänglichen Holprigkeiten sind überwunden“, teilte Oberwesers Bürgermeister Rüdiger Henne am Mittwochabend in seinem Bericht zur Flüchtlingsunterbringung den Gemeindevertretern mit.

Bewährt bei der Betreuung hätten sich in jedem Fall die Unterstützung und Hilfeleistungen durch die Freiwilligen Helfer, die den Asylsuchenden helfen, sich im Alltagsleben hierzulande zurechtzufinden. „Unser Ziel ist es, dass sich die ehrenamtliche Hilfsbereitschaft verstetigt“, sagt Henne. Denn der Bürgermeister rechnet damit, dass der Zustrom von Flüchtlingen nach Deutschland und damit auch in die bestehenden Unterkünfte in den nächsten Jahren kaum abebben wird. Einige der Unterstützer sind fast täglich vor Ort und kümmern sich um die Flüchtlinge.

Die Besetzung in den Häusern bleibt nicht auf Monate dieselbe. Mit einer gewissen Fluktuation sei immer zu rechnen, sagt Henne. So haben die ersten Gieselwerder und Oedelsheim bereits wieder verlassen. Dort untergebrachte Menschen aus dem Kosovo durften nicht in Deutschland bleiben, berichtete der Bürgermeister. Doch frei werdende Plätze würden schnell wieder belegt.

Stete Herausforderung für den Landkreis als zuständiger Körperschaft, die Gemeinde und die ehrenamtlichen Helfer sei, die Menschen aus Afrika und dem Orient „mit den Segnungen mitteleuropäischer Technik vertraut zu machen“, so Henne. Ganz profan: Sie müssen auch lernen, dass das Trinkwasser nicht unbegrenzt fließen muss, die Heizung durch das Thermostat und nicht durch das Öffnen der Fenster reguliert werden kann und der Lichtschalter auch ausgeschaltet werden kann, wenn sich niemand im Zimmer aufhält. Um solche Dinge kümmert sich auch der vor Ort zuständige Mitarbeiter des Landkreises, Jens Schultheiß.

Der Bürgermeister legt Wert darauf, dass die einheimische Bevölkerung in diesen Prozessen beteiligt wird. Am kommenden Dienstag, 10. März, findet ein Erfahrungsaustausch des Unterstützerkreises unter Beteiligung des Landkreises Kassel, der Gemeinde und der Kirchengemeinde statt. (geh)

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