70 Teilnehmer

Flussbadetag: Weserabwärts bis Niedersachsen

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Auf ins kühle Nass: Kurz nach 10 Uhr ging es am Sonntagmorgen bei der Fähre in Oedelsheim ins Wasser. Nachdem die Veranstaltung vergangenes Jahr ausgefallen war, freute man sich über die gute Beteiligung mit 70 Schwimmern.

Oedelsheim/Wahmbeck. Ausgestattet mit Wassernudeln, Schwimmreifen- und -flügeln wagte sich am Sonntagmorgen ein bunt gemischtes Trüppchen in Oedelsheim in die Weser.

Vom hessischen Oberweser schwammen die Teilnehmer ins niedersächsische Wahmbeck, einer zehn Kilometer langen Strecke flussabwärts. Zu dem erfrischenden Vergnügen hatten die DLRG-Ortsvereine Oberweser, Bodenfelde und Uslar geladen – aus Anlass des Europäischen Flussbadetags.

„Die Wassertemperatur liegt bei 20 Grad, was gut zu ertragen ist“, sagte Klaus Gronemann, DLRG-Mann aus Oberweser und Koordinator des Flussbadens. Etwa die Hälfte der 70 Teilnehmer waren im schützenden Neoprenanzug angetreten. „Beim letzten Mal war ich hinterher total ausgekühlt, deshalb habe ich mir noch einen Gebrauchten besorgt“, bemerkte eine Wahmbeckerin. Ähnlich wie sie waren viele der Weserschwimmer nicht das erste Mal dabei, wie die Familie Utermöhle aus Uslar: „Die Weser ist schließlich unser Fluss – natürlich sind wir da immer wieder dabei“, erklärte Daniel Utermöhle. Um nicht ständig schwimmen zu müssen hatte der 35-Jährige eine Wassernudel dabei. Durch die starke Strömung könne man sich so auch einfach mal treiben lassen.

Einen recht ulkigen Auftritt legte Seniorin Gudrun Koszinowski hin, die in Bodenfelde mit Schwimmflügeln zu den Schwimmern stieß: „Dabei geht es mir darum, gut gesehen zu werden, schließlich leuchten die Flügel ja schon von Weitem.“ Sie schwimme nur die letzte Etappe mit, da ihr das Wasser einfach zu kühl sei, ergänzte die 74-jährige Uslarerin. Aufsehen erregte außerdem noch ein Taucher, der, um nicht Übersehen zu werden, von einer kleinen Insel begleitet wurde.

Während die meisten Schwimmer nach gut zwei Stunden am Ziel in Wahmbeck eintrafen, war Rainer Koch schon nach einer Stunde und 40 Minuten dort. „Ich bin einfach locker durchgeschwommen – ohne den Ehrgeiz Erster zu sein“, äußerte der 61-jährige Northeimer, der nach seinem Weserdebüt auf jeden Fall kommendes Jahr wieder mitmachen will. Mit sechs km/h, also ähnlich der Strömung, schwamm er von einem ins andere Bundesland. Viel Lob erfuhr auch John Winkler, welcher mit seinen neun Jahren als Jüngster die Strecke bewältigte. „Ich bin DLRG-Mitglied und schwimme somit auch in meiner Freizeit“, so der Bodenfelder.

Am Ziel warteten allerlei Leckereien auf die Teilnehmer. 25 Rettungsschwimmer der DLRG begleiteten die Teilnehmer nicht nur auf dem Fluss mit fünf Booten, sondern waren auch an den verschiedenen Orten am Ufer präsent. 

Flussbadetag: Von Oberweser nach Wahmbeck

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