Auf der Zielgeraden

Gemeindefusion: Bürger von Oberweser und Wahlsburg entscheiden in elf Wochen

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In elf Wochen entscheiden die Bürger von Oberweser und Wahlsburg, ob die beiden Gemeinden fusionieren.

Oberweser/Wahlsburg. Noch elf Wochen, dann wird es ernst für die Einwohner in Oberweser und Wahlsburg.

Wenn sie den neuen Hessischen Landtag wählen und über Verfassungsänderungen abstimmen, dann werden sie auch gefragt, ob sie für oder gegen die Fusion der beiden Gemeinden sind. Um bislang noch offene Fragen zu klären, finden von Anfang September bis Mitte Oktober nochmals Informationsveranstaltungen in allen acht Ortsteilen statt.

Nachdem eine Studie Vor- und Nachteile abgewogen hat, die Ergebnisse in Bürgerversammlungen vorgestellt wurden und die beiden Gemeindeparlamente für den Bürgerentscheid stimmten, geht es jetzt vor allem um Detailfragen, etwa die Folgen der Fusion für die Ortsbeiräte, mögliche Straßenumbenennungen oder den weiteren Zeitplan.

Der angestrebte Zeitpunkt für die Fusion ist der 1. Januar 2020. Nach der Fusion werden Gemeindevorstände, Ausschüsse und Gemeindevertretungen zunächst gemeinsam – in dann notwendigen größeren Räumen – tagen, bevor sie zur Kommunalwahl im folgenden Jahr die endgültige Größe festlegen. Wenn Wahlsburgs Bürgermeister Jörg-Otto Quentin in fast genau einem Jahr, am 13. August 2019, in den Ruhestand geht, wird der Erste Beigeordnete seine Aufgaben bis zur Fusion übernehmen. Von da bis zur Bürgermeisterwahl würde es für die neue Gemeinde ein Staatsbeauftragter sein. Das könnte auch Oberwesers Bürgermeister Cornelius Turrey sein, weil beide Gemeinden schon jetzt eng zusammenarbeiten und ein Ortsfremder sich erst eingewöhnen müsste.

Wo die Gemeinde, die möglicherweise Wesertal heißt, letztlich ihren Hauptsitz hat, ist noch offen. Die beiden jetzigen Rathäuser werden aus Platzgründen weiter benötigt, für einen zentralen Neubau fehlt das Geld. An den Standorten von Schulen, Kindergärten und Feuerwehren soll sich vorerst nichts ändern.

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