Ratschläge für Pflanzung und Pflege

Biogärtner gibt Tipps: Was beim Pflanzen jetzt beachtet werden sollte

Der Start für das Pflanzen im Freiland steht kurz bevor: Biogärtner Raphael Dörbaum hält für seine Kunden von Tomaten bis Kartoffeln alle gängigen Gemüsesorten im Angebot.
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Der Start für das Pflanzen im Freiland steht kurz bevor: Biogärtner Raphael Dörbaum hält für seine Kunden von Tomaten bis Kartoffeln alle gängigen Gemüsesorten im Angebot.

Gieselwerder. Der Biogärtner Raphael Dörbaum gibt seinen Kunden auch immer wieder gute Ratschläge für Pflanzung und Pflege mit auf den Weg. Wir haben einige zusammengefasst.

Gestern Morgen war es Siegfried Koschary aus Eschershausen, der Dörbaum eine mitgebrachte junge Tomatenpflanze im Töpfchen zeigt. „Einige Blätter sind trocken“, weist er den Biogärtner auf das für ihn rätselhafte Phänomen hin. „Wie kommt das?“, fragt er Dörbaum.

Der hat die Erklärung parat: „Die Pflanze hat Sonnenbrand.“ Der entstand, als Koschary seine Tomatenpflanzen während der warmen Tage der vergangenen Woche zu schnell aus dem Haus geholt und auf dem Balkon der intensiven Sonnenbestrahlung ausgesetzt hatte.

Im Mai beginnt die Saison für Heimgärtner 

Als dann Tropfen des Gießwassers die Tomatenblätter benetzten, wirkten die Tropfen wie Brenngläser und ließen die Blätter verdorren. Dörbaum rät deshalb: Vorgezogene Pflanzen von der Fensterbank oder aus dem Gewächshaus langsam an die Außenluft gewöhnen und sie damit allmählich abzuhärten.

Für Biogärtner Dörbaum beginnt am Mittwoch, 2. Mai, die offizielle Verkaufssaison auf seinem Hofladen. Dann können auch die vielen Heimgärtner so richtig in die Saison starten. Damit seine Kunden viel Freude mit den bei ihm erworbenen Pflanzen und Sämereien haben, hat Dörbaum einige Tipps parat.

Siegfried Kuschary hat Tomaten-, Gurken und Zuchini-Pflanzen bei Raphael Dörbaum erstanden.

Tomaten

Die junge Pflanze bis zum untersten Blattpaar einpflanzen. Nach einiger Zeit bilden sich kleine helle Knubbel am Stängel. Dies sind die Ansätze für sogenannte Adventivwurzeln. Wenn man diese weiter mit Erde anhäufelt, bilden sich neue Wurzeln, die die Standfestigkeit der Pflanze erhöhen und sie mit mehr Nährstoffen versorgen können. Tomaten lieben sonnige Standorte.

Landgurken

Gurken gedeihen auch im Halbschatten. Sie sind sehr Nährstoff bedürftig und können frischen Kompost oder Rasenschnitt gut gebrauchen. An Schnüren oder Stöcken ranken die Pflanzen gerne hoch. Die ersten Seitentriebe abschneiden. Gurken bilden weibliche und männliche Blüten aus. Die männlichen befinden an einem langen Stiel, die weiblichen zeigen bereits kleine Gurken. Wer die männlichen Blüten abnimmt, erzielt eine größere Ernte. Nicht übergißen, Erde locker halten.

Kürbisse

Die Pflanzen brauchen viel Platz, auch ihnen helfen Rankhilfen. Dann kommen die Früchte nicht mit dem Boden in Kontakt, was in nassen Sommern zu Schimmelbildung führen kann.

Basilikum

Die Kräuterpflanze unterstützt Nachbarn gesünder zu wachsen. Um Gurken und Tomaten herumgesät, vertreibt Basilikum beispielsweise Nematoden. Die Pflanzen stärken sich gegenseitig. Petersilie hat den gleichen Effekt.

Salate

Salatpflanzen sind Lichtkeimer. Deshalb den Samen in gelockerter Erde nur leicht festtreten/andrücken. Salatpflanzen nicht tief eingraben, sondern mit Stängel nur halbhoch pflanzen. Die Blätter wollen im Wind wehen.

Pflanzkartoffeln

Im April ist noch keine Eile beim Pflanzen geboten. „Legst du mich im Mai, komm ich schnell herbei“, lautet das Motto. Die einzelnen Kartoffeln im Abstand einer Fußlänge in Reihen legen und anhäufeln. Dann erwärmt sich die Erde schneller und die Keimung beginnt früher. Empfohlen werden alte, wohlschmeckende Sorten wie Linda und Granola.

Gute Nachbarn

Löwenmäulchen verteiben Schnecken. Tagetes wirken gegen Nematoden (Fadenwürmer), locken allerdings Schnecken an. Mit Knoblauch lassen sich Engerlinge, die Maikäferlarven, vergällen.

Information: Raphael Dörbaum steht mittwochs und samstags auf dem Markt in Hann. Münden. Sein Hofladen in Gieselwerder, Meierhofstraße 8a, ist montags bis samstags, 16 bis 18 Uhr, geöffnet, Telefonnummer 01575-5812406.

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