Pepper war seit Samstag vermisst

Nach schwerem Unfall bei Gewissenruh: Entlaufene Bulldogge ist wieder da

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Die Englische Bulldogge Pepper ist zurück: Die Hündin wurde an einem Parkplatz endeckt. Nun sind die Familie und das Tier wieder vereint.

Gewissenruh. Seit Samstag vermissten Timo Abdallah und seine Familie ihr Englisches Bulldoggenweibchen Pepper. Jetzt konnte die Familie die Hündin wieder in die Arme schließen.

Artikel aktualisiert um 14.26 Uhr - „Pepper wurde von Radfahrern an einem Parkplatz gefunden, wo sie kauernd saß. Sie haben dann die Polizei gerufen und das Tierheim Bad Karlshafen hat Pepper letztendlich abgeholt", berichtet Abdallah. Seine Familie sei sehr glücklich, dass Pepper wieder da ist. Sie war am Samstag nach dem schweren Unfall bei Gewissenruh weggelaufen.

Dogge rannte in ein Waldstück

„Ich habe Pepper aus den Trümmern geborgen, sie abgesetzt und dann nach meinen Kindern gesehen. Als ich sie abgesetzt habe, ist sie weggelaufen“, erinnert sich Abdallah. Die Dogge rannte in ein nahes Waldstück.

Pepper ist am 10. August zwei Jahre alt geworden, hat ein ungefähres Stockmaß von 30 Zentimetern und für Englische Doggen typisch vorstehende Zähne. Sie ist braun gestromt und relativ zierlich.

Die Englische Bulldogge Pepper (vorne) war seit dem Unfall am Samstag bei Gewissenruh vermisst. Nun tauchte sie am Montag wieder auf.

Der Familienhund stammt aus einer Zucht. „Sie ist ein sehr lieber Hund und geht auf Menschen zu“, sagt Abdallah. Allerdings sei sie durch den Unfall wohl sehr verstört. „Sie lief nach dem Unfall an einem Haus vorbei, dessen Besitzerin sie einfangen wollte. Weil Pepper sie angeknurrt hat, hat sie von den Einfangversuchen verständlicherweise abgelassen“, berichtet Abdallah.

Die Suche begann direkt nach dem Unfall und hielt bis gestern an. „Wir haben unterschiedliche Tipps und Aussagen bekommen. Sonntag wurde sie in der Nähe von Onkel Palms Hütte bei Wahlsburg, aber auch Richtung Helmarshausen gesehen“, erzählt Abdallah.

Viele Freiwillige halfen

Neben vielen Freiwilligen half am Sonntag auch eine private Mantrailergruppe mit Spürhunden bei der Suche. Diese machte den Fähranleger zwischen Wahmbeck und Gewissenruh als Wasserstelle des Hundes aus. Am Montag kontaktierte Abdallah zudem das K-9-Suchhundezentrum. 

Der Unfall bei Gewissenruh.

Polizei sucht nach Zeugen

Abdallah und seine Familie kommen aus Hollenstedt in Niedersachsen und waren zum Heimatbesuch in der Region, als ihr Wohnwagen am Samstag mit einem Audi zusammenprallte. Hierbei wurden sechs Menschen verletzt. Der zweite Hund der Familie, ein Terriermischling, wurde nach dem Unfall ins Tierheim gebracht und konnte dort wieder abgeholt werden. 

Die Polizei sucht derweil nach dem Fahrer eines weißen Transporters. Dieser war an der Unfallstelle vom 37-jährigen Audifahrer überholt worden, wodurch es zum Zusammenprall mit dem Wohnmobil auf der Gegenfahrbahn kam. 

Beide Fahrzeuge erlitten laut Polizei Totalschaden. Am Audi entstand ein Schaden in Höhe von 25.000 Euro, am Wohnmobil in Höhe von 30.000 Euro.

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