Weserbeleuchtung in Gieselwerder

Großer Aufwand für die Nacht der tausend Lichter

+
Bunte Lichter: Mit beleuchteter Schrift hat das Dorf Gieselwerder auch die Gäste, die extra angereist sind, zur Weserbeleuchtung begrüßt.

Gieselwerder. 1000 bunte Lichter auf der Weser konnten rund 1500 Besucher bei der Weserbeleuchtung Gieselwerder bestaunen.

Doch was für einen Aufwand müssen die Veranstalter betreiben, um jedes Jahr eine solche Veranstaltung auf die Beine zu stellen?

Die Organisation ist aufwändig: „Mit der Planung beginnen wir immer schon ein Jahr vorher, wir denken uns auch jedes Mal ein neues Highlight aus, das die Leute begeistern soll“, erzählt Dirk Hofmeister, Vorsitzender des Heimat- und Verkehrsvereins, der die „Nacht der Tausend Lichter“ jedes Jahr mit der Feuerwehr veranstaltet.

Der Höhepunkt in diesem Jahr war die Trial-Show des Motorsportclubs Weser-Solling aus Fürstenhagen. Wichtig sei, dass man immer wieder neue Ideen habe und dadurch jedes Jahr Abwechslung bieten könnte.

Rasante Stunts: Die Motorbiker des Motorsportclubs Weser-Solling haben den Zuschauern während der Weserbeleuchtung in Gieselwerder eine spannende Trialshow geboten:

Bürger helfen mit

Die Planung der Veranstaltung sei meist die Arbeit des siebenköpfigen Vorstands, die Umsetzung aber wieder ein großer Aufwand. In diesem Jahr waren rund 60 Freiwillige am Aufbau und der Umsetzung beteiligt. „Ohne die Hilfe der zahlreichen ehrenamtlichen Mitglieder unseres Vereins und sogar Bürgern, die nicht im Verein sind, könnte man eine solche Veranstaltung gar nicht durchführen“, sagt Hofmeister. Ein Gewerbetreibender als Veranstalter treibe die Preise so in die Höhe, dass die Besucher einen horrenden Eintrittspreis und sehr hohe Getränkepreise zahlen müssten. „Durch unsere Arbeit können wir einen fairen Eintrittspreis und nicht zu überteuerte Getränke garantieren“, sagt Hofmeister.

Die Getränke und das Essen werden nur bei Lieferanten in den benachbarten Orten bestellt, um auch die Region zu unterstützen. Natürlich profitiere man auch von den guten Kontakten: die Band „Six–Five–Zero“ spielte bereits zum dritten Mal, und der Getränkehändler wisse auch immer schon bestens Bescheid.

Fleißige Helfer: Ein Jahr Organisation haben die Vorstandsmitglieder des Heimat- und Verkehrsvereins Gieselwerder benötigt, um die Weserbeleuchtung auf die Beine zu stellen. Bei der Ausführung haben rund 60 Mitglieder und Bürger geholfen.

Neben anderen Attraktionen wie Ponyreiten, Kinderschminken, einer Hüpfburg sowie Alpakas standen selbstverständlich ab Einsetzen der Dämmerung die Lichteffekte im Vordergrund. Dafür war auch eine Beaufsichtigung durch fast 30 Feuerwehrleute notwendig, die die Fackeln und das Feuerwerk anzündeten und beaufsichtigten.

Den hunderten Zuschauern wurde einiges geboten: Es gab zwei beleuchtete bengalische Wasserfälle von der Brücke und dem gegenüberliegenden erhöhten Steinbruch am Waldrand, ebenso mehrere beleuchtete Fontänen und die abgezählten tausend Teelichter, die vereinzelt von schwimmenden Fackeln begleitet wurden.

Das längste Feuerwerk

So entstand eine großartige Lichtershow auf dem Fluss, die später von dem Höhepunkt des Abends abgelöst wurde: dem in der Region „schönsten und längsten Feuerwerk“, so Hofmeister.

Das lag nicht zuletzt an dem einzigartigen Ambiente aus Brücke, Flussufer und Steinbruch mit Wald auf der anderen Weserseite. Die Motivation der Mitglieder des Heimat- und Verkehrsvereins sei aber trotz des Aufwands immer noch da, man habe einfach Spaß an der Sache und wollte Gutes für den Ort und die Bürger tun. „Und natürlich feiern wir auch einfach gerne“, ergänzt Arne Noll.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.