Umweltbundesamt prüfte Verfahren

Gutachten zur Eindampfung: K+S und Pipeline-Kritiker sehen sich bestätigt

Oberweser. Einen Tag nach dem Gutachten des Umweltbundesamts zum Eindampfen von Salzabfällen hat der Kampf um die Deutungshoheit begonnen: Während das Unternehmen K+S ein klares „Votum gegen die Eindampfungslösung sieht", betonen Bürgerinitiativen einen anderen Aspekt.

Das Amt habe ja auch bestätigt, dass die Lösung technisch machbar sei.

Ein Eindampfen von Salzabfällen würde eine Einleitung in Werra oder Weser überflüssig machen. Doch ob das technische Verfahren machbar und vor allem bezahlbar ist, darüber wird seit Langem gestritten.

Deshalb hatte das Umweltbundesamt das Verfahren geprüft. Das Fazit: Technisch ist eine Eindampfung möglich, doch es gibt zu viele Fragezeichen. Die Chancen auf Realisierung seien „eher gering“, heißt es.

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Der Düngemittelhersteller K+S sieht sich dadurch bestätigt: Das Unternehme betont seit Langem, dass eine Eindampfung nicht realisierbar ist. Umso bedeutender sei der mit dem Land Hessen entwickelte Vier-Phasen-Plan - der eine Pipeline für Salzabfälle zur Oberweser vorsieht.

Bürgerinitiativen und das Aktionsbündnis Salzfreies Märchenland loben dagegen den Inhalt der Untersuchung des Umweltbundesamtes, kritisieren aber die Empfehlung. Sie sehen das Thema Eindampfung nicht als erledigt an. (gör)

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