Hundestaffel-Leiterin im Interview

Retter auf vier Pfoten: So finden Rettungshunde vermisste Menschen

Ein Flächenteam: Clarissa Wachsmuth mit Poirot (rechts) und Nike.
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Ein Flächenteam: Clarissa Wachsmuth mit Poirot (rechts) und Nike.

Der Rüde Poirot von der Rettungshundestaffel der Johanniter-Unfall-Hilfe des RV Südniedersachsen hat am Mittwoch einen vermissten Pilzsammler im Wald bei Oberweser gefunden.

Bettina König, Leiterin der Staffel, erklärt, wie ein Rettungshund Vermisste sucht.

Frau König, wie haben Sie die Suche erlebt?

Wir wurden am Mittwoch alarmiert und waren mit acht Flächenteams vor Ort. Nach Sichtung der Lage haben die Teams ihre Gebiete aufgesucht. Jeder Hund fängt da an zu suchen, wo er das Gebiet möglichst komplett durch den Wind mit der Nase wahrnehmen kann. Poirot hat sich schnell auffällig verhalten.

Bettina König, Leiterin der Hundestaffel.

Wie sucht ein Rettungshund nach einer vermissten Person?

Poirot ist ein Flächenhund. Er sucht ohne Leine auf einem bestimmten Gebiet nach menschlichem Geruch. Ein Flächenhund kann bei guten Bedingungen in einer Stunde ein Gebiet in der Größe von bis zu 13 Fußballfeldern absuchen. Wenn Poirot einen Menschen findet, bleibt er so lange bei ihm und bellt, bis seine Hundeführerin kommt.

War es Glück, dass Sie den Mann finden konnten?

Wenn die Person sich in dem Bereich befindet, in dem wir suchen, ist die Chance sehr hoch, dass wir sie finden, solange sie lebt. Die Hunde haben gelernt, den Geruch von lebenden Menschen zu suchen. Am Mittwoch waren die Bedingungen für die Suchteams optimal. Bei kaltem Wetter können Hunde Menschen besser riechen. 

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