Er empfiehlt ein Umdenken

Landrat Bartels: K+S-Oberweserpipeline ist "glatte Fehlentscheidung"

Oberweser/Hameln. Werra und Weser fallen derzeit aufgrund des Niedrigwassers als Entsorgungsweg für Salzabwässer aus.

Daher musste der Kasseler Düngemittelhersteller K+S die Produktion im osthessischen Kalirevier drosseln. 400 Mitarbeiter können deshalb zurzeit nicht arbeiten.

Wenn die finanziellen Verluste für das Unternehmen dadurch täglich bei 1,5 Millionen Euro liegen, dann seien diese Probleme „hausgemacht“, erklärt Tjark Bartels, Landrat des Kreises Hameln-Pyrmont und Sprecher des Bündnisses Hamelner Erklärung. Das Bündnis setzte vor drei Jahren die Erdverkabelung der Hochspannungstrasse Südlink durch.

Wer trotz des Klimawandels jahrelang unbeirrt an Flüssen als Entsorgungsstrategie festhalte, sei „absolut schlecht beraten“, erklärt der Landrat. Er rät K+S, die nun zum wiederholten Male aufgezwungene Produktionsunterbrechung zu nutzen, „um alte Zöpfe abzuschneiden“ und den Plan für eine Oberweserpipeline fallen zu lassen. Fallende Wasserstände in den Flüssen und im Edersee zeigten, dass die Oberweserpipeline kein Befreiungsschlag für die Kaliproduktion sei, „sondern eine glatte Fehlentscheidung“. Die sollte K+S schon im eigenen Interesse revidieren.

Angesichts des Klimawandels würde das Weserwasser zukünftig noch dringend gebraucht, um Felder zu bewässern, heißt es in der Presseerklärung des Bündnisses.

Rubriklistenbild: © Uwe Zucchi/dpa

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