Seit Donnerstagabend ist es offiziell

Kommune Wesertal: Neue Gemeinde ist besiegelt

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Erleichtert nach den Unterschriften: Vorne gratulieren sich die Ersten Beigeordneten Harald Henne (Wahlsburg, links) und Jürgen Noll (Oberweser), dazwischen die Bürgermeister Jörg-Otto Quentin (Wahlsburg) und Cornelius Turrey (Oberweser), dahinter applaudieren (von links): Claus Spandau vom Innenministerium, Fachberaterin Carmen Möller, Staatssekretär Dr. Stefan Heck und Kassels Vizelandrat Andreas Siebert.

Oberweser/Wahlsburg – Seit Donnerstagabend um 19.51 Uhr, als das zweite Gemeindesiegel unter die Urkunden gesetzt wurde, ist es amtlich: Die Gemeinden Wahlsburg und Oberweser fusionieren.

Sie werden sich definitiv in 157 Tagen, am 1. Januar, zusammenschließen und dann als Gemeinde Wesertal weiterexistieren.

„Das war nicht mehr und nicht weniger als der lange angekündigte Schlussstrich unter die Gemeinde Wahlsburg“, hatte bereits zwei Tage zuvor der Gemeindevertretungsvorsitzende Sebastian Keese formuliert, als die Gemeindevertretung Wahlsburg, wie zuvor Oberweser, dem Vertrag zustimmte.

Bürgermeister unterzeichnen Vertrag

Am Donnerstagabend nun wurden zwei Exemplare des Grenzänderungsvertrags von den beiden Bürgermeistern und Ersten Beigeordneten im Rahmen einer Feierstunde im Burghof in Gieselwerder feierlich unterzeichnet.

DIe Sängergruppe des Weinlädchens Gieselwerder sorgte für ein würdiges Rahmenprogramm.

Dieser „weitere große Schritt zur Zukunft als Gemeinde Wesertal“, wie es Bürgermeister Cornelius Turrey als „Quasi-Burgherr“ bezeichnete, wurde vom Land Hessen im Vorfeld intensiv begleitet und nun auch mit Geld belohnt. 

Dr. Stefan Heck, neuer Staatssekretär im Innenministerium, hatte einen Scheck über 530.000 Euro dabei, mit dem das Land die Fusion unterstützt. Seit der Gebietsreform Anfang der 1970er Jahre werde die Gemeinde Wesertal die zweite Kommune in Hessen sein (nach Oberzent im Jahr 2018), die durch eine freiwilligen Zusammenschluss entstehe. 

Geld ist für Umsetzungsphase gedacht

Nach der langjährigen Zusammenarbeit etwa beim gemeinsamen Standesamt, Bauhof, Datenverarbeitung und Finanzabteilungen sei die Fusion zu Wesertal letzlich der Schlussakt hin zu einer modernen und starken Verwaltung, die allen Bürgern zugute kommen werde, sagte Heck. Sie sei Vorbild für alle anderen Kommunen und werde vom Land unterstützt. Wichtig sei dabei immer die Freiwilligkeit.

Das Geld aus Wiesbaden ist für den Beginn der Umsetzungsphase gedacht. „Der größte Teil der Arbeit liegt noch vor uns“, sagte Bürgermeister Turrey. Der Vertrag, der das Ende von Wahlsburg und Oberweser besiegele, sei die Basis für den Start in eine gemeinsame Zukunft: „Auf die Kirchen können wir nicht verzichten, aber auf das Kirchturmdenken auf jeden Fall.“

Kurioser Diebstahl führte zu namenlosen Gemeinden - Ersatz ist unterwegs: In Hessen sorgte der Diebstahl von Ortschildern für Verwirrung. Während manche Schilder bereits ersetzt wurden, bleibt eine Gemeinde namenlos: Wesertal.

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