K+S-Teams erkunden Strecke für Salzleitung

Oberweser. Erkundungsteams von K+S werden in den nächsten Wochen in Nordhessen unterwegs sein: Sie werden Voruntersuchungen für den Bau einer Salzleitung zur Oberweser machen.

Damit bereitet das Unternehmen nun schon den nächsten Schritt des Genehmigungsverfahrens vor.

Wie K+S bei einem Redaktionsgespräch in Hofgeismar erläuterte, werden die Trupps Punkte auf der Strecke von Osthessen in die Nordspitze Hessens unter die Lupe nehmen, die beim Bau Probleme machen können: Flüsse, Autobahnen, große Straßen. K+S will herausfinden, ob sich die Örtlichkeiten für die geplante Pipeline eignen.

„Wir brauchen detaillierte Informationen für den nächsten Verfahrensschritt“, erklärt Jörg Willecke, Leiter der K+S Kommunikation in Sachen Fernleitung. Auch an der Oberweser, wo ein Salzspeicherbecken entstehen soll, werden K+S-Mitarbeiter unterwegs sein.

Dabei könne auch größeres Baugerät zum Einsatz kommen. K+S betont jedoch, dass die Trupps niemals unbefugt unterwegs seien, sondern die Aktionen mit den Grundstückseigentümern abgesprochen seien. Flurschäden, die beispielsweise durch Sondierungen des Bodens angerichtet werden, würden ausgeglichen. Am Montag war das so genannte Raumordnungverfahren gestartet, der erste Schritt hin zum Bau. Der nächste Schritt ist das Planfeststellungsverfahren, mit dem die Baugenehmigung erreicht werden soll. Die nötigen Unterlagen dafür will K+S Ende 2016 gesammelt haben.

Die Unterlagen mit Pipeline-Korridor und den möglichen Standorten des Salzspeicherbeckens liegen seit Montag beim Regierungspräsidium (RP) Kassel und in mehreren Rathäusern aus. Auf der Startseite des RP im Netz waren sie wegen technischer Probleme auch am Dienstag noch nicht zu finden.

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