Entscheidung spätestens im Frühjahr 2018

Oberweser und Wahlsburg: Gemeindefusion nur bei genug Vorteilen

Oberweser/Wahlsburg. Um herauszufinden, welche Risiken, aber auch welche Möglichkeiten eine Fusion der Gemeinden Oberweser und Wahlsburg bietet, wird künftig einmal monatlich gemeinsam getagt.

Schon seit Wochen gibt es regelmäßige Gespräche zwischen den Gemeinden Wahlsburg und Oberweser über eine engere Zusammenarbeit. Am Montag gab Bürgermeister Cornelius Turrey den Gemeindevertretern in Oberweser erstmals einen Zwischenbericht über den aktuellen Stand der Gespräche. Er betonte, dass es um eine engere Verzahnung der Verwaltungsarbeit gehe, dass die bereits umgesetzten und die geplanten Kooperationen aber „nicht automatisch“ in einer Fusion enden.

Wegen der Altersstruktur und der zunehmenden Digitalisierung würden kleine Gemeinden einen Großteil ihrer Aufgaben künftig nicht mehr allein bewältigen können. Neben den zum Teil schon seit vielen Jahren bestehenden Kooperationen bei Bauhof, Standesamt und EDV sollen bald auch die Gemeindekassen und die Finanzabteilungen zusammenarbeiten. Unter anderem soll die bisherige Kämmererstelle in Oberweser, die bislang Turrey ausfüllte, gestrichen werden. Dazu sind aber Umorganisationen und Arbeitszeitausweitungen bei Mitarbeitern in Kassenverwaltung und Bürgerbüro nötig, sagte Turrey. Unter anderem sollen die Wahlsburger Steuerveranlagungen und das Anordnungswesen von der Finanzabteilung Oberweser übernommen werden. Die Abwicklung der Besoldung und Entgelte erhält ein externer Dienstleister, was die nötigen Kapazitäten schaffe.

Da mittelfristig Personal ausscheidet, soll ab dem Sommer wieder ein Auszubildender eingestellt werden, der in die Verwaltung übernommen werde, statt mühsam nach Fachkräften zu suchen.

Monatliche Treffen

Um Möglichkeiten und Risiken einer Fusion zu prüfen, werden die Gemeindevorstände künftig einmal monatlich gemeinsam tagen. Am 7. März werden Vertreter des Landes dabei sein, um Zuschüsse und den rechtlichen Rahmen zu klären. Turrey: „Eine Fusion kommt nur in Frage, wenn die Vorteile mittel- und langfristig größer sind als die Nachteile.“ Die Gemeindevertreter sollen bis spätestens Frühjahr 2018 zu einer Entscheidung kommen, dann müssten Bürgerentscheide folgen. 

Rubriklistenbild: © Archivbild: Nolte

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