Gemeinde prüft Austritt aus Energiegenossenschaft Reinhardswald

Oberweser will jetzt gar keine Windkraft mehr

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Windkraftanklagen am Diemeltal: Solche Anblicke befürchtet man auch im Reinharedswald. 

Die Gemeinde Oberweser hat jetzt eindeutig klar gemacht, dass sie keine Windkraftanlagen in ihrer Gemarkung oder in der Nachbarschaft haben will.

Einstimmig beschlossen die Gemeindevertreter, grundsätzlich keine Gemeindeflächen für den Betrieb von Windkraftanlagen bereitzustellen. Gleichzeitig wurde deutlich, dass das Parlament auch überlegt, aus der Energiegenossenschaft Reinhardswald (EGR) auszutreten, mit der sich derzeit sieben Kommunen in einem Windkraftprojekt am Langenberg im Reinhardswald engagieren wollen. Der geplante Beschluss über die Teilnahme der Gemeinde Oberweser am Projektierungsverfahren für die Windkraftanlagenpläne der Energiegenossenschaft Reinhardswald konnte nicht gefasst werden, weil die Vorlage mit den Angaben der EGR nicht vorlag.

Der Gemeindevertretungsvorsitzende Hubert Henne empfahl, das jetzige eindeutige Votum gegen Anlagen in Oberweser auch zu berücksichtigen bei der auf den 18. September verschobenen Abstimmung über die weitere Beteiligung an der EGR. Es könne nicht beides gehen, meinte er, nämlich hier Nein zur Windkraft und dort Ja zur Windkraft.

Zweifeln der Gemeindevertreter, dass es bis zur nächsten Sitzung zu lang dauere, und man schon jetzt entscheiden sollte, entgegnete Henne, dass ihre Meinung durch die aktuelle Diskussion schon jetzt gut deutlich werde. Man werde entscheiden, wenn die EGR-Unterlagen komplett vorliegen. Es bestehe keine Eile.

Derzeit gehören zur EGR die Kommunen Grebenstein, Immenhausen, Trendelburg, Wahlsburg, Bad Karlshafen, Fuldatal und Oberweser, während Hofgeismar und Reinhardshagen ausgetreten sind.

Der EGR-Vorsitzende Danny Sutor sagte der HNA, dass er das Windpark-Projekt der EGR am Langenberg/Farrenplatz auch bei einem Austritt weiterer Kommunen nicht gefährdet sehe.Zum Tage, Seite 3

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