14 Welpen kamen in einem Wurf zur Welt

Oedelsheim: Welpen aus dem Superwurf treffen sich zum ersten Mal wieder

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Aufstellen klappt noch nicht perfekt: Nach einem halben Jahr trafen die Deutsch-Drahthaar aus dem Superwurf erstmals wieder aufeinander. Viele der Halter waren verhindert, so dass nur die Hälfte beim Treffen dabei war. Das war allerdings gar nicht so schlecht, denn so konnten die anderen in Ruhe zeigen, was sie in den vergangenen Monaten gelernt hatten

Hündin Norma brachte in der Silvesternacht ganze 14 Welpen zur Welt. Wir besuchten sie bei ihrem ersten Treffen in Oedelsheim.

Die sieben Drahthaar-Teenies stammen allesamt aus dem Superwurf von Wilfried Lynen, dessen Hündin Norma in der Silvesternacht ganze 14 Welpen zur Welt gebracht hat. Wir wollten wissen, was aus den kleinen Rackern geworden ist und besuchten sie bei ihrem ersten Treffen in Oedelsheim.

„Loben, loben, loben“, ruft Züchter Lynen in Richtung eines der neuen Herrchen, das nur eine Sekunde zu lange zögerte, ein „Fein, gut gemacht!“ zu äußern. Die jungen Hunde sind nämlich heute unter anderem dabei, Wasserarbeit zu trainieren.

Oedelsheim: Welpen aus dem Superwurf treffen sich zum ersten Mal wieder

Als Apportier-Übungsstück dient eine tote Ente. „Sobald der Hund die Ente im Fang hat, muss es eine Bestätigung geben, damit er weiß, was zu tun ist“, erklärt der 65-Jährige.

Das gilt natürlich auch im umgekehrten Fall, eben dann, wenn der Junghund einem Kommando nicht nachkommt: „Dann muss man ihn sofort zurückrufen, versuchen, das ungewünschte Verhalten zu stoppen.“

Zuckerbrot und Peitsche

Auch wenn der Oedelsheimer das Ausbildungsprinzip auf „Zuckerbrot und Peitsche“ herunterbricht, so ist sich Züchter Lynen doch bewusst, dass es noch sehr junge Hunde sind, die „durchaus auch ihre Kindheit ausleben müssen und wo der Druck nicht ausarten darf“, wie er sagt.

Beim Loben hingegen könne man sich gerne auch mal zum Narren machen, denn je mehr sich Herrchen freue, umso glücklicher sei auch der Vierbeiner.

Da Lynen Jagdgebrauchshunde der Rasse Deutsch Drahthaar züchtet, gibt er seine Welpen nur an Jäger ab. „Alles andere wäre Tierquälerei, diese Hunde wollen arbeiten und müssen es auch, sonst drehen sie durch.“ Das bedeutet, dass der Hund nach seiner Ausbildungszeit im Feld, Wald und Wasser zurechtkommen muss.

Wild suchen, finden, durch Vorstehen anzeigen oder es seinem Herrn aus dem Unterholz oder dem Schilf zutreiben, sind nur einige seiner späteren Aufgaben. „Deshalb ist es wichtig, dass das Training auch sofort im neuen Zuhause losgeht – neben Standards wie Leinenführigkeit, Sitz und Platz sollten sie auch bald verschiedene Wildgerüche kennenlernen“, so der Fachmann. Kommenden April steht für Quinto, Quira, Quentin und die anderen die erste Prüfung an, die sogenannte Verbandsjugendprüfung.

Üben für Jagdprüfung

„Da müssen sie dann ihre jagdlichen Anlagen beweisen, zeigen, dass sie schussfest sind, eine Hasenspur erarbeiten und raumgreifend ein Feld durchsuchen können,“ sagt Lynen.

tolz bringt Quinto die Ente aus dem Wasser zu seinem Herrchen – und erhält dafür sofort ein dickes Lob.

Obwohl bis dahin noch etwas Zeit ist, machten die jungen Rüden und Hündinnen nach Einschätzung des Fachmannes schon jetzt in den verschiedenen Bereichen eine gute Figur. Völlig unbeeindruckt zeigten sie sich vom lauten Knall einer Flinte, durchkämmten voller Suchfreude mit erhobener Nase ein Feld und apportierten stolz eine Ente aus dem Teich.

„Alle sind auf einem guten Weg, was mich freut“, meint Wilfried Lynen stolz, außerdem seien die Hunde sehr sozialverträglich, was ebenfalls ein wichtiger Aspekt sei. Dass sie alle miteinander Geschwister sind, hätten die Junghunde nämlich längst vergessen.

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