K+S lässt Untergrund erforschen und Natur kartieren

Untersuchungen für Salzpipeline gehen weiter

Kassel/Wahlsburg/Oberweser. Nach der Wiederaufnahme des Raumordnungsverfahrens für den Bau einer Salzabwasserleitung von der Werra an die Oberweser hat der Konzern K+S den Gemeinden entlang der Trasse mitgeteilt, dass die Vor-Ort-Untersuchungen und Baugrunderkundungen fortgesetzt werden.

Zunächst erfolgen diese Untersuchungen zur Vorbereitung der Genehmigungsunterlagen im südlichen Teil des Korridors im Raum Hersfeld-Rotenburg und Schwalm-Eder, sagte Unternehmenssprecher Jörg Willecke auf Anfrage. Dazu gehören zwischen der Werra und der Stadt Baunatal Sondierungsbohrungen, Vermessungen und Kartierungen. Im Kreisteil Hofgeismar werden zunächst keine weiteren Bohrungen stattfinden, sondern zunächst Kartierungen der Tier- und Pflanzenwelt.

Der Fortgang der Bohrungen sei wetterabhängig und werde - abhängig vom Untergrund - spontan festgelegt. Pro Messstelle, die mehrere Kilometer voneinander entfernt sind, seien drei bis vier Bohrungen nötig, wobei jede Bohrung einen halben Tag braucht. Es werde sicher noch ein Monat vergehen, bis auch im Norden gebohrt werde.

Mit Spannung werden diese Untersuchungen an der Oberweser erwartet, wo die Gemeindevertretungen Wahlsburg und Oberweser dem K+S-Konzern ein Betretungsverbot für ihre Flächen aussprachen und dies auch Privateigentümern empfahlen. Für den geplanten Speicherbeckenstandort zwischen Lippoldsberg und Gieselwerder gab es noch keine Anfragen für Untersuchungen. Die Gemeinde Wahlsburg habe private Eigentümer angeschrieben und gebeten, solidarisch zu sein. Es habe auch eine positive Rückmeldung gegeben, sagte Bürgermeister Jörg-Otto Quentin. Cornelius Turrey von der Gemeinde Oberweser, wo vier Fünftel des Beckens liegen würden, sagte, dass es von K+S keine Reaktion gab. Landwirte wollen die Gemeinde unterstützen.

Rubriklistenbild: © dpa

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