Nachwuchs

14 prächtige Deutsch-Drahthaar-Welpen: Eine Rasselbande mit Seltenheitswert

Racker in Schokobraun: Mit ihren sieben Wochen sind die Deutsch-Drahthaar-Welpen putzmunter und aktiv. Foto: Temme

Oedelsheim. Für Hündin "Norma" war es ein persönlicher Rekord: Am Silvestermorgen brachte sie 14 prächtige Deutsch-Drahthaar-Welpen zur Welt. Jetzt ist die Rasselbande putzmunter und hält Hundehalter Wilfried Lynen ganz schön auf Trab. 

Als am frühen Silvestermorgen zarte Fiep-laute aus seinem Keller empordrangen, war für Wilfried Lynen klar, dass anstrengende Stunden vor ihm liegen würden. Nicht bewusst war dem Züchter zu diesem Zeitpunkt allerdings, welchen Seltenheitswert der Wurf haben würde: 14 süße Deutsch Drahthaar-Welpen erblickten an diesem Tag in Oedelsheim das Licht der Welt.

Dass es irgendwann um den Jahreswechsel herum passieren würde, wusste der 65-Jährige. „Eine Hündin trägt rund 64 Tage und da ich mit ihr Ende Oktober zum Decken in Berlin war, stand der Zeitrahmen fest.“ Einen Leistungsrüden, der alle positiven Merkmale der Rasse mit sich bringt, hatte sich der passionierte Züchter für seine hübsche Norma ausgesucht.

Daher ist sich Lynen heute ziemlich sicher, dass die Winzlinge perfekte Jäger abgeben, sozial verträglich sein und optisch dem Ideal sehr nahekommen werden. „Nur eins hat nicht ganz geklappt“, sagt Lynen: „Ich wollte gerne mehr Schwarzschimmel haben, weshalb ich mich für einen solchen Rüden entschieden hatte, aber bis auf einen sind alles kleine Braunschimmel geworden.“

Doch zurück zum Silvestertag: Schon zwei Tage zuvor hatte der Drahthaar-Liebhaber seine Hündin Norma in eine Wurfkiste verfrachtet. Dort kam nun alle eineinhalb Stunden ein weiteres Fellbündel zum Vorschein – „und zwar exakt bis zum nächsten Morgen um 2 Uhr,“ erinnert sich Lynen. Das Nabelschnur-durchbeißen und Nachgeburtauffressen war die Aufgabe der Hündin. Nur bei den letzten Kleinen habe er ihr geholfen, da sie da schon sehr erschöpft gewesen sei. Vier Jungs und zehn kleine Mädel kamen, brachte die stolze Jagdhund-Mutter zur Welt. „Viele Jäger möchten lieber eine Hündin, da sie meinen, dass diese leichtführiger seien und auch nicht im Garten alle Büsche totpinkeln“, so seine Erfahrungen. Dass diese große Anzahl etwas besonders ist, weiß auch der Oedesheimer Hunde-Papa: „Normal sind sieben bis neun, 14 sind alles andere als alltäglich.“ Nach gut drei Wochen ging es für Mutter und Kinder raus in die Zwingeranlage, von da ab wurde auch zugefüttert. Außerdem hat die Hündin von dem Zeitpunkt an nicht mehr die Hinterlassenschaften ihrer Jungen aufgenommen, ein Verhalten, um das Nest sauber zu halten.

Ohne Zusatzfutter wäre Norma vom Schmiedehof längst komplett abgemagert, denn eine solch große Bande durchzubringen, kostet viel Energie. Abgegeben werden die süßen Racker „nur in Jägerhände. Der Preis von mehreren hundert Euro rechtfertigt sich allein darin, dass es ein weiter Weg ist, bis eine Hündin zur Zucht zugelassen wird.

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