Untersuchungen für Salzleitungsbau

Zutrittsverbote für K+S: Unternehmen hofft auf Rücknahme

+

Oberweser/Wahlsburg. Der Kasseler Düngemittelproduzent K+S wird wieder Untersuchungen entlang der geplanten Salzleitung zur Oberweser vornehmen. In den nächsten Monaten werden Mitarbeiter unterwegs sein, um Tierwelt und Untergrund zu prüfen.

Dabei hofft der Konzern, dass einige Gemeinden von ihrer bisherigen Position abweichen und das Zutrittsverbot für öffentliche Flächen aufheben.

Hintergrund: In Ludwigsau, Kreis Hersfeld-Rotenburg, hatten Gemeindevertreter nach einem Austausch mit K+S ein solches Verbot aufgehoben. Personen, die im Auftrag des Konzerns unterwegs sind, dürfen auf öffentlichen Boden. Wahlsburg und Oberweser waren die ersten Gemeinden, die so ein Verbot beschlossen hatten. Es gilt bis heute. Auch die Stadt Hofgeismar hatte ein solches Verbot ausgesprochen. Dort fürchtet man zudem Gefahren für die städtischen Wasserleitungen, wenn sie von einer Pipelinetrasse gekreuzt oder berührt werden.

Man hoffe, dass nach dem „ersten Schock“ die Gemeindebeschlüsse revidiert würden, sagt Jörg Willecke, der beim Konzern für die Kommunikation in Sachen Fernleitung verantwortlich ist: „Wir bitten die Kommunen und private Bodeneigentümer, dass wir die Untersuchungen machen können.“ Das Unternehmen halte sich nur an Vereinbarungen mit der Politik – den Bewirtschaftungsplan der Flussgebietsgemeinschaft Weser. Zur Eröffnung des nächsten Verfahrensschritts braucht K+S die Untersuchungen. 130 Bodenproben und Sondierungen sind im Landkreis Kassel nötig. Damit falle keine Entscheidung, ob die Pipeline gebaut werde.

In Oberweser ließ man das Unternehmen erneut abblitzen. Die Gemeindevertreter wollen sogar Informationsgespräche nicht akzeptieren. Auch Wahlsburg bleibt beim Zutrittsverbot und hofft auf das Mitziehen der Landwirt.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.