Öffentliche Debatte über Beberbeck und die Sababurg

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Stehen bald auch Windräder im Reinhardswald?

Fürstenwald. Über die Themen Reinhardswald, die Domäne Beberbeck und die Sababurg soll in einer öffentlichen Debatte am Donnerstag, 15. Oktober, ab 18 Uhr diskutiert werden.

Die Debatte findet im Café Bahnhof in Fürstenwald statt.

Es laden ein: Der ehemalige Landrat Dr. Udo Schlitzberger, der Sprecher und Kulturbeauftragter des Landkreises Kassel, Harald Kühlborn, Hofgeismars Bürgermeister Markus Mannsbarth, Trendelburgs Bürgermeister Kai Georg Bachmann, Ex-Oberforstrat Jupp Rapp, Kreistagsabgeordnete Steffi Weinert (Grüne) und Gaby Niehaus-Uebel, Mitglied der Bürgerinitiative Oberweser-Bramwald.

Bürger sind beunruhigt

„Die Entscheidungen der hessischen Landesregierungen bezüglich der landeseigenen Liegenschaften, und Wälder in der Nordspitze beunruhigen engagierte Bürger der Region zutiefst“, heißt es in der Ankündigung. „Um den Blick auf das Ganze zu gewinnen, Informationen zusammenzutragen und sich durch den Austausch eine Meinung zu bilden, laden wir zu dieser Debatte ein.“

• Reinhardswald 

Genau soll es gehen um: Den geplanten Bau einer Kaliabwasserverklappungsanlage durch den Reinhardswald mit Rückhaltebecken nördlich von Gottsbüren. Fracking soll laut Landesgutachten auf zwei Drittel der Fläche unbedenklich sein und laut neuesten Karten des Regierungspräsidiums Kassel gibt es Vorrangflächen, die den Bau von bis zu 200 Großwindkraftanlagen ermöglichen könnten.

• Domäne Beberbeck 

Genau soll es gehen um deren Umstellung auf ökologische Wirtschaftsweise, die immer wieder von der Landesregierung abgelehnt wird. Vor allem die in einem nachhaltigen Konzept formulierte bauliche Erhaltung des Gesamtensembles und Nutzung mehrerer großer, historisch wertvoller Gebäude. Zurzeit laufen Vorbereitungen für den Abriss der alten Landarbeiterhäuser.

• Die Sababurg 

Wegen der geplanten Sanierung soll es eine zweijährige Zwangspause für den gastronomischem Betrieb geben. Ein internationaler Tourismusmagnet würde abgeschaltet. Der Landkreis Kassel soll nach Abschluss der Renovierungsarbeiten Eigentümer der Burg werden. Der bisherigen Pächterfamilie wurde gekündigt.

„Sollte man die Sababurg, Beberbeck, den Tierpark und den Reinhardswald einem neuen Eigentümer überantworten? Könnte die Idee einer Volksstiftung „Natur & Kulturerbe Reinhardswald“ mit Sababurg, Tierpark und Domäne Beberbeck, eine Option darstellen? Ist ein Biosphärenreservat mit Bramwald und Solling vorstellbar? Gibt es eine große Lösung? Was ist das Beste für unsere Region?

All diese Fragen sollen am 15. Oktober diskutiert werden. (eg/tzi)

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