Ortsumgehung Hofgeismar: So geht es weiter

Abbau begonnen: Die alte Trasse der B 83 am Gesundbrunnen in Hofgeismar verschwindet. Vergangene Woche hat die Baufirma mit dem Wegfräsen des Geh- und Radweges begonnen. Foto: Thiele

Hofgeismar. Der Bau der Ortsumgehung Hofgeismar steht vor dem Abschluss und langsam macht sich Erleichterung bei allen Beteiligten breit.

Nicht nur, weil die Baumaßnahme nach wetterbedingten Verzögerungen wie geplant doch noch vor dem Jahresende fertig wird, sondern auch, weil sie nahezu unfallfrei umgesetzt wurde und das Projekt billiger wurde als die veranschlagten 20 Millionen Euro. Die Straße wird komplett vom Bund bezahlt.

Mit Ausnahme der Bodentransporte, die zeitweise über Bundes- und Landesstraßen, meistens aber über Feldwege und über die Baustelle transportiert wurden, gab es wenig Beeinträchtigungen für den übrigen Straßenverkehr. Nach der Vollsperrung für den Anschluss der Brücke der Carlsdorfer Straße gibt es nach Angaben von Horst Sinemus von HessenMobil nun nochmal zwei Verkehrsbehinderungen, wenn ab heute die beiden übrigen Anschlussstellen hergestellt werden.

Alles vorbereitet. Die neue Auffahrt, im Fachjargon Knoten genannt, am südlichen Ortsrand Hofgeismars ist bereits fertig (im Bild ein Auto der Bauüberwachung). Es fehlt allerdings noch die Verbindung zur alten B 83. Die wird erst im November als letztes Teil der Ortsumgehung gebaut. Foto: Thiele

Die alte B83-Ortsdurchfahrt in Hofgeismar wird ab heute bis zum 8. November im Bereich Gesundbrunnen voll gesperrt, um die Anschlussstelle nahe dem Krähenberg fertigzustellen und dann freizugeben. Der Verkehr von und nach Norden wird bis dahin über Hümme umgeleitet. In diesem Bereich wurde schon der bisherige Geh- und Radweg neben der Bundesstraße entfernt, die alte Trasse selbst zwischen der Lempebrücke und dem Ortsschild verschwindet ab heute.

Freigabe mit Prominenz

Am 8. November mittags wird die neue B 83 freigegeben. Dazu werden Vertreter des Bundes- und des Landesverkehrsministeriums an der Carlsdorfer Straße erwartet.

Wenn der Verkehr dann über diesen mittleren und den nördlichen Anschluss läuft, wird die B 83 am südlichen Ortseingang gesperrt, damit hier bis zum 21. Dezember der südliche Anschluss hergestellt werden kann. Dabei wird die provisorische Auffahrt am Kelzer Graben entfernt und der Wirtschaftsweg (alte B 83-Trasse) komplettiert.

Beim Anschluss der mit einer Ampelanlage ausgestatteten Einmündung an die alte B 83/Grebensteiner Straße sind die Arbeiten etwas aufwändiger und dauern deshalb länger. Denn gleichzeitig werden auch zwei jeweils 150 Meter lange Abbiegespuren sowohl zu dem Gelände der geplanten Tank- und Rastanlage nahe der Einmündung als auch zum neuen Gewerbegebiet nahe dem Jahnsportplatz hergestellt. Eine Umleitung wird dann nicht mehr nötig sein, da es ja zu der Zeit schon zwei andere Anschlüsse gibt.

Inzwischen wurden auch alle Baustraßen neben der Trasse zurückgebaut, so dass die Landwirte die Felder schon wieder bestellen konnten.

Von Thomas Thiele

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