Liebenau will mit Calden und Trendelburg einen Finanzexperten einstellen

Liebenau. Die Stadt Liebenau will mit Calden und Trendelburg zusammen einen Finanzexperten einstellen.

Bei den jährlichen Finanzberichten, den Jahresabschlüssen, hinkt die Stadt Liebenau hinterher. Sie befindet sich mehrere Jahresabschlüsse im Rückstand und muss aufholen. In der Stadtverordnetenversammlung erklärte Bürgermeister Harald Munser, dass deshalb eine Fachkraft im Bereich Bilanzbuchhaltung eingestellt werden müsse.

Zusammen mit der Stadt Trendelburg und der Gemeinde Calden solle es also eine interkommunale Zusammenarbeit (IKZ) im Bereich Finanzwesen geben, so Munser. Die beiden Kommunen müssen jedoch noch in ihren Parlamenten für die Zusammenarbeit stimmen.

In Liebenau gaben zehn Parlamentsmitglieder von FWG und CDU ihre Stimme für das gemeinsame Projekt ab, es gab sechs Enthaltungen seitens der SPD. Dieter Reitz, Mitglied der SPD, gab zu bedenken: „Wir kennen die Modalitäten und die Reaktion der anderen Kommunen nicht.“ Er hätte sich eine bessere Kommunikation mit den anderen Beteiligten des Projekts vor der endgültigen Abstimmung gewünscht.

Die Freien Wähler (FWG) schlugen vor, die Einstellung der Finanzfachkraft auf zwei Jahre zu befristen. „Das ist nicht möglich, da eine Förderung des Gemeinschaftsprojekts durch das Land Hessen auf mindestens fünf Jahre festgelegt ist“, sagte Munser. Ein Anspruch auf 75 000 Euro Förderung ist bei einem Projekt der Interkommunalen Zusammenarbeit von drei Kommunen vorgesehen.

Manuel Müller (CDU) sprach von einer „geschichtsträchtigen Grundsatzentscheidung für Liebenau“. Eine Kommune mit 3000 Einwohnern sei allein nicht überlebensfähig, neben der Kosteneinsparung sei deshalb die Zusammenarbeit der Kommunen sehr wichtig, so Müller.

Wenn Trendelburg und auch Calden für die gemeinsame Finanzverwaltung stimmen, wird das Projekt ab dem 1. Januar 2016 starten können. Eine Fachkraft für die Finanzverwaltungsaufgaben ist bereits ausgewählt worden.

Eike Hancken von der FWG betonte die Wichtigkeit des Projekts für die Stadt Liebenau: „Wir brauchen die nötigen Abschlüsse, sonst werden wir in Zukunft keine Haushalte mehr genehmigt bekommen.“

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