Denkmalgeschützter Bahnhof soll umgebaut werden - Hoffnung auf Zuschüsse

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Der Bahnhof Hümme: Er soll in nächster Zeit zu einem Generationenhaus umgestaltet werden. 

Hofgeismar. Der denkmalgeschützte Bahnhof Hümme soll in ein Generationenhaus umgebaut werden. Diese Pläne der Arbeitsgruppe Bahnhof Hümme und eines Kasseler Architektenbüros stoßen im Ort und auf politischer Ebene auf breite Zustimmung.

Um die finanziellen Belastungen der Stadt bei den notwendigen Sanierungs- und Umbaumaßnahmen in Grenzen zu halten, sollen unterschiedliche Töpfe für Fördermittel angezapft werden. Der Haupt- und Finanzausschuss der Stadtverordnetenversammlung beschloss in seiner Zusammenkunft einstimmig, so Ausschussvorsitzender Gotthard Brand, den Magistrat vom Parlament beauftragen zu lassen, Fördermittel zu beantragen.

Dabei ist eine gewisse Eile nötig, wie aus dem entsprechenden Antrag der SPD-Fraktion hervorgeht. Bis Ende Mai müssen alle notwendigen Unterlagen bei den zuständigen Stellen vorliegen, um für das laufende Jahr berücksichtigt zu werden. Anträge, die nachher eingehen, so argumentiert die Fraktion, kämen erst im nächsten Jahr zum Zug, und ob die Zuschüsse dann noch in dem Rahmen flössen, wie sie derzeit zu erwarten seien, stehe in den Sternen.

Finanzielle Unterstützung erhofft man sich aus Verkehrsinfrastrukturmitteln des Hessen Mobil. Bis zu 80 Prozent könnten fließen für einen Warteraum mit Toilettenanlage für Reisende und die Sanierung der Außenfassade des Bahnhofs. Nachträglich könnten auch noch die Grunderwerbskosten bezuschusst werden.

Geld für den Innenausbau des Untergeschosses zum Generationenhaus erhofft man sich aus dem Europäischen-Leader-Programm. Hier könnte der Zuschuss 60 Prozent betragen.

Desweiteren setzt die SPD auf Eigenleistungen aus dem Ort. Auch der laufende Betrieb soll möglichst von Helfern aus Hümme gewährleistet werden, ebenso wie die Organisation des Generationenhauses selbst übernommen werden soll.

Wie berichtet, soll sich der alte Hümmer Bahnhof zu einem Treffpunkt für alle Generationen entwickeln. Dazu zählen eine Seniorenbegegnungsstätte mit Mittagstisch und Betreuungsangebot für Demenzkranke. Außerdem soll eine Kinderbetreuung mit Hausaufgabenhilfe für Schulkinder und ein Mutter-Kind-Spielkreis angeboten werden.

Hinzu kommt nach den Plänen ein offener Treff mit Angeboten für Betreuung, Beratung, Versorgung und Nachbarschaftshilfe. Und auch ein kulturelles Angebot mit Konzerten, Theater, Kabarett und Kino ist vorgesehen.

Arztsprechstunden, ein Frisör sowie Vereinsräume für VdK und DRK runden das Angebot ab. (kil)

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