Kirchengemeinde Sankt Peter in Hofgeismar

Moderne Heizungsanlage: Predigen ohne zu frösteln

Schlicht, aber effizient: Bernardus Weemaes vom Verwaltungsrat der katholischen Kirchengemeinde Sankt Peter präsentiert in einem der Kellerräume den Brenner der neuen Heizungsanlage. Dank der neuen Technik wird die Kirche nun umweltfreundlicher und kostengünstiger aufgeheizt. Fotos: Temme

Hofgeismar. Gottesdienste bei Temperaturen kurz vorm Gefrierpunkt sind in der katholischen Kirchengemeinde Sankt Peter Vergangenheit. Seit Mitte Dezember erfreut sich die Hofgeismarer Gemeinde über eine neue Heizungsanlage für ihr Gotteshaus.

Kostengünstiger und umweltschonend ist die neue Technik, die eine der modernsten in der Region sein dürfte.

Bei einer Inspektion im vergangenen Herbst fiel auf, dass eine Verkleidung im Brennerraum durchgerostet war. „Da sich eine Reparatur nicht mehr gelohnt hätte, musste unsere inzwischen 40 Jahre alte Ölheizung erneuert werden“, erklärte Bernardus Weemaes, Mitglied des Verwaltungsrates der Kirchengemeinde.

Im Kontakt mit Deutschlands ältestem Kirchenheizungsbauer, der Firma Mahr und Söhne, wurde daher eine Anlage entwickelt, bei der durch die Nutzung der Abgaswärme die Leistung des Kessels um zehn Prozent gesteigert werden konnte. „Bei normalen Häusern ist das längst nichts Neues mehr, aber zum Heizen einer Kirche hatte die Firma Mahr so etwas noch nie gebaut - somit sind wir dafür das Pilotprojekt“, sagte Weemaes stolz. Durch die optimale Brennwertnutzung sei die Heizleistung um 14 Kilowattgestiegen, was etwa der Leistung eines kleinen, modernen Einfamilienhauses entspreche.

Modern: Mit digitaler Technik wird die Kirchenheizung nun gesteuert. Manfred Weise zeigt den kleinen Touchscreen von dem aus die Einstellungen getätigt werden.

Durch ihre neue Anlage hat die Kirchengemeinde nicht nur eine Vorreiterposition bei Kirchenheizungen, sie wird auch künftig zwölf Prozent an Heizkosten von im Jahr 2000 bis 3000 Euro sparen und durch den geringeren Kohlendioxidausstoß etwas für die Umwelt tun.

Moderne Digitaltechnik

Neben der Erneuerung des Kessels (der erst sechs Jahre alte Ölbrenner wurde beibehalten) wurde die Steuerung der Heizung mit moderner Digitaltechnik ausgestattet. „Langsam und schonend kann nun die Kirche aufgeheizt werden, was der Gebäudesubstanz und der Ausstattung zugute kommt“, ergänzt Manfred Weise, stellvertretender Vorsitzender des Verwaltungsrates. Übrigens ruft die Firma regelmäßig Daten über die Leistung der Anlage per Funk in Hofgeismar ab. „Dadurch leisten wir einen wertvollen Beitrag für die Weiterentwicklung der Technik“, freuten sich die beiden Gemeindemitglieder. (zta)

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